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Jugend forscht
Die Talente waren da. Sie mussten lediglich entdeckt werden.
"Sputnik-Schock" und "Bildungsnotstand": In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stand das deutsche Bildungssystem in der Kritik. Der damalige STERN-Chefredakteur Henri Nannen ließ es nicht bei journalistischen Schlagworten bewenden. Er startete eine gesellschaftlich breit angelegte Initiative, um den qualifizierten Nachwuchs an jungen Wissenschaftlern in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern. Unter dem Motto "Wir suchen die Forscher von morgen!" rief Nannen im Dezember 1965 erstmals zur Teilnahme an "Jugend forscht" auf.
Henri Nannens Initiative zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses entwickelte sich binnen weniger Jahre zu einem bundesweit breit verankerten Netzwerk. Der Bundespräsident begleitet den Wettbewerb seit 1977 als Schirmherr und Preisstifter.
Seit Henri Nannen "Jugend forscht" 1965 aus der Taufe hob, hat der Wettbewerb ständig an Attraktivität gewonnen. An der ersten Wettbewerbsrunde beteiligten sich 244 Mädchen und Jungen, 1971 wurde bereits die Tausendermarke überschritten. Zur Jubiläumsrunde 2005 meldeten sich knapp 9.000 Jugendliche an, davon immerhin 38 Prozent Mädchen. 1966 waren es nur acht Prozent gewesen. Insgesamt haben sich in über vier Jahrzehnten rund 150.000 Nachwuchswissenschaftler an den Wettbewerben "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" beteiligt. Die seit Jahren steigenden Anmeldezahlen beweisen, dass es trotz der weiterhin bestehenden Kritik am deutschen Bildungssystem möglich ist, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern. Insofern bietet die STERN-Initiative "Jugend forscht" heute wie vor über 40 Jahren eine wichtige Orientierungshilfe für Schule und Unterricht.
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