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Gruner + Jahr und IP Deutschland präsentieren umfassende Ergebnisse der repräsentativen Studie "Werbewirkung und PKW-Kauf"
Hohe Wechselbereitschaft bei Neuwagenkäufern / Werbung vervierfacht bei 30 Marken den PKW-Absatz / Print- und TV-Werbung bilden schlagkräftiges Doppel für PKW-Kampagnen
Hamburg, 16. November 2004
In einer umfangreichen Grundlagenstudie
hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Gruner + Jahr
Mediaforschung und der IP Deutschland Entscheidungsabläufe beim PKW-Kauf
untersucht. Über 1.600 PKW-Kaufplaner wurden insgesamt dreimal in der
entscheidenden Planungsphase ihrer Anschaffungsüberlegungen auf
repräsentativer Basis befragt. Die Ergebnisse dieser neuen Studie
wurden am Dienstag in einem Pressegespräch in Hamburg vorgestellt.
Die Kernergebnisse: Nur für 14 Prozent der Kaufplaner stehen Typ und Marke
des neuen Wagens von Anfang an schon eindeutig fest. Die Mehrheit
der Käufer ist anfangs nicht auf eine Marke festgelegt, bei den unter
35-Jährigen sind sogar 67 Prozent wechselbereit. Bis kurz vor dem tatsächlichen
Kauf ist somit die Markenentscheidung vieler Käufer gut durch Kontakte
mit Werbung beeinflussbar. Gerade in der intensiven
Kaufentscheidungsphase, den letzten drei Monaten vor dem Kauf, kann
die Kaufentscheidung für eine bestimmte Marke und ein bestimmtes Modell
noch stark beeinflusst werden. Nach Modellrechnungen lässt sich der
Absatz eines PKW-Typs durch werbliche Unterstützung in etwa
vervierfachen. Modellbezogene Werbung zeigte sich dabei den
Dachmarkenkampagnen deutlich überlegen.
Durchgeführt wurde die repräsentative Panelstudie vom Institut für
Demoskopie Allensbach. Befragt wurden in drei Befragungswellen von
April 2002 bis März 2003 jeweils über 1.600 PKW-Kaufplaner zwischen
18 und 69 Jahren, die im ersten Interview angaben, im Laufe der
nächsten zwei Jahre einen Neuwagen kaufen oder leasen zu wollen.
Befragt wurden sie u.a. nach dem Stand ihres Entscheidungsprozesses,
der Markenpräferenz, -festlegung, den Informationsquellen und der
spontanen Werbe-Erinnerung.
Dr. Michael Hallemann, Leiter G+J-Media-Forschung: "Der Kauf eines
neuen Autos ist tatsächlich eine Liebe auf den zweiten Blick´,
da noch bis kurz vor dem Neuwagenkauf die Entscheidung vieler Käufer
beeinflussbar ist. Dabei spielt die klassische Werbung eine
bestimmende Rolle. Wenn PKW-Werbung wirken soll, dann fördert
kontinuierliche, Image bildende Werbung das Vertrauen in die Marke.
In den letzten Monaten vor dem Kauf können die letzten fünf bis zehn
Werbekontakte in Print oder TV entscheidend sein, vor allem bei
modellbezogener Werbung."
Jan Isenbart, Bereichsleiter Mediaforschung & Services, IP Deutschland:
"Unsere Grundlagenstudie belegt eindrucksvoll den Stellenwert
klassischer Werbung in der Markenkommunikation langlebiger
Gebrauchsgüter. PKW-Käufer sind innerhalb ihres komplexen
Entscheidungsprozesses sehr offen für werbliche Impulse. Hier bieten
sich beste Möglichkeiten für die emotionale Inszenierung von Automarken
und den nachhaltigen Aufbau von Sympathiewerten."
Für Stan Sugarman, Leiter G+J-Fachbereich Anzeigen, ist die neue
Studienausrichtung auf branchen- und markenspezifischen Werbewirkungspanels
neben der klassischen zielgruppenorientierten Markt-Media-Untersuchungen
ein "neuer innovativer Baustein der kooperativen G+J-Media-Marketing-
Forschung": Gruner + Jahr ist seit Jahrzehnten der führende deutsche
Verlag im Bereich der Markt-Media-Studien. Die G+J-Marktführerschaft
im Anzeigengeschäft ist ein Ergebnis von Vertrauen durch die Marktpartner,
der systematischen Marktbearbeitung, innovativen Angeboten und nicht
zuletzt stets fundierter Markt-Media-Forschung, die in die Tiefe wie
Breite der Analyse geht. Diesen Kompetenzvorsprung haben wir jetzt
durch neue innovative Konzepte der Werbewirkungs-Forschung nach
Branchen, Unternehmen und Marken entscheidend ausgebaut. Die Resonanz
von Kunden und Agenturen des PKW-Werbewirkungspanels war außerordentlich
positiv. Wir werden den strategischen Ansatz unserer Werbewirkungspanels
branchen- und kundenbezogen fortführen. Mit der IP Deutschland, dem
Werbezeitenvermarkter der RTL Group, hat sich projektweise die Kooperation
sowohl auf dem Gebiet solcher Forschungsvorhaben, bei kundenbezogenen
Crossmedia-Projekten, sowie bei der Erschließung von neuen
Geschäftsfeldern bewährt."
Weitere Kernergebnisse
Die Kaufentscheidung für einen PKW findet vor dem Hintergrund zumindest
kurzfristig stabiler Images der Hersteller statt. Die Markensympathie
ist hier ein wichtiges, Kaufpräferenzen steuerndes Merkmal. Nur einige
große Marken verfügen über eine hohe "innere Markenstabilität", vor allem
VW, Mercedes-Benz, Audi und BMW. Gerade hier tragen aber auch werbliche
Impulse erheblich zur Stabilisierung der Marken bei.
Im Gegensatz zur abverkaufsfördernden Werbung, die vor allem in den
letzten drei Monaten vor dem Kauf erfolgen sollte, empfiehlt sich für
die Imagebildung eine möglichst kontinuierliche Markenunterstützung.
Die Marken VW, Audi und Mercedes führen das Ranking nach dem Kriterium
"Sympathie" an. Bei der "gestützten Werbeerinnerung" nehmen Mercedes,
VW und Audi die drei Spitzenplätze ein. Aufgrund der intensiven
PKW-Werbung sind für effektive Werbung Kontaktniveaus im mittleren
zweistelligen Bereich empfehlenswert. Die Ergebnisse sprechen dafür,
dass es nur kontinuierlich werblich aktiven Marken gelingen wird,
dauerhaft Markenstärke, Markenwert und eine höhere
Wertschöpfung aufzubauen.
Neben den werblichen Einflüssen spielt die aktive Informationsbeschaffung
in der Kaufentscheidungsphase eine große Rolle. Das Internet gewinnt hier
an Bedeutung: 52 Prozent der Käufer haben vor dem Kauf Websites von
PKW-Herstellern besucht. Häufig genutzt wurden die Seiten von VW,
Mercedes-Benz, BMW, Audi, Opel und Ford.
Die Studie "Werbewirkung und PKW-Kauf" wurde 2002/2003 in Zeiten
schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen durchgeführt, in denen
eher Pessimismus und Kaufzurückhaltung das Umfeld der PKW-Anschaffung
prägten. Jeder fünfte potenzielle Käufer, dessen Kauf laut Planung
unmittelbar bevorstand, hat die Kaufentscheidung um mindestens ein
Dreivierteljahr verschoben. 37 Prozent der Käufer wichen letztlich
auf einen Gebrauchtwagen aus. In den nächsten Jahren ist nach
Einschätzung der Werbeforscher daher bei einer Besserung der Konjunktur
und Stimmungslage von einer Realisation des aufgestauten Bedarfs in
erheblichem Ausmaß auszugehen. Dann, so die Herausgeber, werde die
"PKW-Branche mit ihren Kommunikationsstrategien der Marken- und
Imagewerbung wieder ordentlich Gas geben."
Für Rückfragen:
Kurt Otto
Pressesprecher
Gruner + Jahr AG & Co KG
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Telefon: +49-40-3703-3810
Telefax: +49-40-3703-5617
E-Mail: otto.kurt@guj.de
Carsten Breinker
Senior-Referent Forschung & Kommunikation
IP Deutschland GmbH
Aachener Str. 1042a
50858 Köln
Telefon: +49-221-5886-402
Telefax: +49-221-5886-458
E-Mail: Carsten.Breinker@ip-deutschland.de
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