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Gruner + Jahr in 2005 mit deutlichem Umsatz und Ergebnissprung
Position als führender Zeitschriftenverlag ausgebaut / Umsatzsteigerung um 8 Prozent auf 2,62 Mrd. Euro / Operating EBIT erhöht um 17 Prozent auf 250 Mio. Euro / 16 Magazine im In- und Ausland gestartet
Hamburg, 27. März 2006
Gruner + Jahr, Europas größtes Zeitschriftenhaus
und der umsatzstärkste deutsche Verlag, hat im Geschäftsjahr 2005 seine
führende Marktposition nachhaltig ausgebaut. Erstmals seit vier Jahren
konnte G+J den Umsatz wieder steigern und gleichzeitig ein deutliches
Ergebniswachstum erzielen. Damit hat G+J trotz eines schwierigen
Marktumfeldes eine Trendwende geschafft.
Gruner + Jahr steigerte im Geschäftsjahr 2005 seinen Umsatz um rund 8 Prozent
auf 2,62 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,44 Mrd. Euro). Dabei ist besonders erfreulich,
dass auch wieder Wachstum im Stammgeschäft erreicht werden konnte. Bereinigt
um Portfolioeffekte erzielte G+J ein Umsatzwachstum um 1,2 Prozent.
G+J bleibt unverändert der deutsche Großverlag mit dem größten
Auslandsumsatz (57 Prozent am Gesamtumsatz).
Die Ertragskraft wurde nachhaltig verbessert und konnte im Vergleich zum
Umsatzwachstum überproportional gesteigert werden. Das Operating EBIT
erhöhte sich um 17 Prozent auf 250,3 Mio. Euro (Vorjahr: 213,3 Mio. Euro).
Die Umsatzrendite (ROS) verbesserte sich auf 9,5 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent).
Darin enthalten sind bereits die verlegerischen Investitionen in Höhe
von 41 Mio. Euro.
Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich in Folge der Portfolioveränderungen und
Titeloffensive deutlich auf weltweit 13.981 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.567 Mitarbeiter).
Bereinigt um Portfolioeffekte hat Gruner + Jahr damit zwei Prozent
mehr Arbeitsplätze geschaffen.
Dr. Bernd Kundrun, Vorstandsvorsitzender von G+J, erklärte heute anlässlich
der Jahrespressekonferenz in Hamburg: "Gruner + Jahr hat mit dem guten
Geschäftsergebnis in 2005 seine marktführende Stellung erneut untermauert
und gleichzeitig die Trendwende in Richtung auf weiteres Wachstum geschafft.
Wir verfügen heute im In- und Ausland über ein breites und vielfältiges
Zeitschriftenportfolio, das uns unabhängiger von den regionalen
Marktentwicklungen macht und uns zugleich die Basis für ein verstetigtes
Wachstum bietet."
Gruner + Jahr bleibe daher auch 2006 seiner Strategie treu, so Dr. Kundrun:
"Wir werden unser Kerngeschäft weiter entwickeln und insbesondere das
Potential unserer starken und bekannten Medienmarken verstärkt ausschöpfen.
Zudem führen wir unsere Innovationsoffensive mit neuen Titeln fort und
bleiben international auf Expansionskurs. Auch in diesem Jahr werden wir
dort, wo sich strategisch sinnvolle Investitionschancen ergeben, neue Länder
und Märkte erschließen."
Die Mittel dazu stünden bereit, so Achim Twardy, Chief Financial Officer
von G+J: "Gruner + Jahr hat 2005 gut verdient. Trotz vieler Investitionen in
den neuen Wachstumskurs hat sich der Investitionsspielraum erneut vergrößert.
Durch die gute operative Entwicklung und konsequentes Portfoliomanagement
konnte der operative Cashflow in 2005 um 13 Prozent auf 259 Mio. Euro gesteigert
werden. Wir werden in diesem Jahr wiederum rund zwei Prozent unseres Umsatzes
in neue Titel und Projekte investieren. Zusätzliche Ressourcen für Akquisitionen
stehen bereit." 2005 hat G+J weltweit 16 neue Titel eingeführt. Seit dem Start
der Innovationsoffensive 2003 wurden damit 47 neue Magazine gelauncht.
G+J festigte damit auch seine Position als innovativstes journalistisches Haus.
Mit insgesamt 25 Medaillen und Auszeichnungen ging der Verlag als der große
Gewinner aus der Verleihung der "Lead Awards" hervor, eine der führenden
Auszeichnungen für Print- und Online-Medien in Deutschland. NEON wurde als
"Lead Magazin des Jahres 2005" ausgezeichnet; PARK AVENUE geehrt als
"Newcomer Magazin des Jahres 2005". VIEW erhielt den OMG-Award der Organisation
Media-Agenturen im GWA (Gesamtverband Werbeagenturen).
Bernd Kundrun erklärte: "Es ist uns gelungen, bei Gruner + Jahr eine wohl
einmalige Innovationskultur zu etablieren. Diese beschränkt sich nicht auf
spezielle Entwicklungsredaktionen, sondern sie wird von allen Mitarbeitern
getragen. Das macht mich besonders zuversichtlich. Denn Kreativität und die
Bereitschaft für Innovationen bilden die unverzichtbare Basis für die
Zukunft eines Verlagshauses."
Das Portfolio wurde 2005 strategisch weiter ausgebaut. Mit der Übernahme der
Anteilsmehrheit (54,9 Prozent) an der Motor Presse Stuttgart (MPS) mit ihren
mehr als 140 Zeitschriften ist G+J der Eintritt in neue Länder und Segmente
gelungen. G+J konsolidiert seit dem 1. Juli 2005 Umsätze und
Ergebnisse der MPS.
Außerdem expandierte G+J 2005 in zwei weitere Wachstumsländer: G+J erwarb
in Griechenland zum 1. Juli 2005 50 Prozent der Anteile am Magazinverlag
Daphne Communications. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2005 hat G+J in
Kroatien ein Joint-Venture mit Styria Media gegründet. Im nächsten Schritt
sollen nach dem Erwerb der Zeitschriften von Hubert Burda Media in Kroatien,
Serbien und Montenegro sowie in Slowenien sämtliche Magazine in ein
Joint-Venture mit dem finnisch-niederländischen Verlag Sanoma Magazines
International eingebracht werden. Das Vorhaben steht noch unter Vorbehalt
der Zustimmung der Kartellbehörden.
Die Zukunft des Tiefdruckgeschäftes wurde durch das mit arvato und
Axel Springer gegründete Joint-Venture PRINOVIS gesichert und die Basis für
weiteres Wachstum in diesem Geschäftsfeld gelegt. Umsätze und Ergebnisse
von PRINOVIS werden seit 1. Juli 2005 zu 50 Prozent bei G+J konsolidiert.
Getrennt hat sich G+J dagegen im Mai 2005 von seinem amerikanischen
Zeitschriftengeschäft. Auf absehbare Zeit war auf dem amerikanischen
Magazinmarkt eine marktführende Position nicht zu erreichen, was zur
Jahreshälfte 2005 zum Verkauf der US-Verlagsgeschäfte an die Meredith
Corporation und den amerikanischen Investor Joseph Mansueto führte.
Die Druckereigeschäfte von Brown Printing blieben von
dieser Transaktion unberührt.
Insgesamt konnten die Portfolioveränderungen und das daraus resultierende
Wachstum im Wesentlichen ohne die Bindung zusätzlicher finanzieller
Ressourcen durchgeführt werden.
Der Unternehmensbereich Zeitschriften Deutschland leistete 2005 einen
wesentlichen Anteil an der positiven Gesamtentwicklung von G+J: Er konnte
durch verbesserte Effizienz und Abläufe - trotz der anhaltend schwierigen
Situation auf den Anzeigenmärkten - sein Ergebnis deutlich steigern.
Zahlreiche Markteinführungen stärkten in 2005 das deutsche Markenportfolio
insbesondere in Wachstumssegmenten. So wurde mit PARK AVENUE ein Titel im
Luxussegment gestartet und mit HEALTHY LIVING ein neuer Gesundheitstitel
eingeführt. Mit dem Launch von VIEW baute G+J die starke Stellung der
STERN-Markenfamilie weiter aus. Diversifikationsgeschäfte wie die
BRIGITTE-Hörbuchedition "Starke Stimmen" (rund 1,5 Mio. verkaufte CD´s)
und die Buchedition mit Elke Heidenreich (ca. 1,5 Mio. verkaufte Bücher)
trugen zur verbesserten Marktposition und Ergebnissituation bei.
STERN, BRIGITTE, und GEO sind im Stammbereich weiterhin zuverlässige Umsatz-
und Ergebnisträger von G+J. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die
positive Entwicklung des Titels ESSEN&TRINKEN FÜR JEDEN TAG, der mit mehr
als 400.000 Exemplaren seine Gesamtauflage im Vergleich zum Vorjahr um
über 25 Prozent steigern konnte, sowie die erfreuliche Umsatzentwicklung
von GALA. NEON begeistert mit 160.000 verkauften Exemplaren immer mehr
Leser für dieses auf dem deutschen Markt einzigartige Zeitschriftenkonzept
und schaffte den Break-even nur knapp 18 Monate nach Gründung.
Auch die Online-Anzeigenerlöse der deutschen G+J-Sites (stern.de,
brigitte.de etc.) entwickelten sich positiv und gehörten kumuliert
erstmals zu den Top-10 der G+J-Werbeträger.
Der Unternehmensbereich Zeitschriften Frankreich trug mit Prisma Presse
signifikant zum Wachstum bei. Die 14-täglichen TV-Titel TÉLÉ 2 SEMAINES
und TV GRANDES CHÂINES in Frankreich setzten ihren Wachstumstrend im
Vertriebs- und Anzeigenmarkt weiter fort und haben großen Anteil an der
Ergebnisverbesserung im französischen Zeitschriftengeschäft. FEMME ACTUELLE
und TÉLÉ LOISIRS bleiben die größten Umsatzträger. FEMME ACTUELLE erzielt
aufgrund einer konsequenten Markenführung und einer gelungenen Hefterneuerung
eine deutliche Umsatzsteigerung und bleibt ergebnisseitig mit TÉLÉ LOISIRS
das Flaggschiff von Prisma Presse.
Das People Magazin GALA verbucht erneut ein sehr erfreuliches Auflagen und
Anzeigenwachstum und schließt 2005 mit einem Rekordergebnis ab. VOICI behauptete
sich in einem äußerst kompetitiven Wettbewerbsumfeld. Gegen den Trend bei
französischen Wirtschaftmagazinen erzielte CAPITAL ein Auflagenplus und
steigerte sein Ergebnis auf ein Niveau deutlich über Vorjahr. Neu gestartet
wurde PRIMA MAISON, der Ratgebertitel für alle Themen rund um Zuhause.
Der Unternehmensbereich Zeitschriften International erzielte ebenfalls eine
signifikante Ergebnisverbesserung im Stammgeschäft, vor allem in Österreich
und Polen. Die in 2004 gestarteten Titel haben sich auf ihren Märkten etabliert
und entwickelten sich sehr positiv.
Die Innovationsoffensive wurde mit der zeitgleichen Einführung von GEO in
sieben Ländern (Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Kroatien, Türkei und
Italien) fortgesetzt. Unter der Federführung der in Hamburg ansässigen
Hauptredaktion wurde erstmals eine internationale Ausgabe einer G+J-Zeitschrift
entwickelt und dann in den jeweiligen Ländern von einer lokalen Redaktion
übersetzt und inhaltlich abgerundet. Einen wesentlichen Anteil bei der
Realisierung des Projekts hatten die ausländischen Verlagsstandorte der MPS,
die mit ihren Verlagsstrukturen in Osteuropa Produktion, Vermarktung
und Vertrieb übernahm.
In Polen konnte G+J mit der Einführung von FENIKS, einem psychologisch
inspirierten Frauenmagazin sowie YOUNG MISS, dem Trendmagazin für junge Frauen,
seine Marktführerschaft bei den Frauenzeitschriften weiter festigen. Darüber
hinaus wurde FOCUS HISTORIA gelauncht, eine monothematische Heftreihe zu
geschichtlichen Epochen. In den Niederlanden startete erfolgreich eine
Lizenz-Ausgabe von GLAMOUR, mit der G+J der Einstieg bei den hochwertigen
Frauenzeitschriften gelang.
In Spanien gewann GALA trotz eines kompetitiven Marktumfeldes mit nunmehr
260.000 verkauften Exemplaren weiter an Auflage. GALA BIOGRAFIA in Russland
und QUEST in den Niederlanden haben ihre Auflagenziele bereits
weit überschritten.
Im Bereich Zeitungen hat die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND zu ihrem fünften
Geburtstag die Einhunderttausender-Marke in der Gesamtauflage übersprungen
und wächst weiter. Das Anzeigengeschäft entwickelte sich besser als das
Marktumfeld. Mit ENABLE wurde eine neue Beilage eingeführt, die im Anzeigen-
und Lesermarkt außerordentlich positiv aufgenommen wurde.
Das Zeitungsgeschäft mit der SÄCHSISCHEN ZEITUNG und der MORGENPOST SACHSEN
ist trotz der schwierigen Marktentwicklung ertragsstark. Durch den Zukauf
der Mediengruppe WVD konnte das Dresdner Druck- und Verlagshaus seine
Marktposition im Anzeigengeschäft und der Postzustellung weiter ausbauen.
Im Bereich Druck konnte trotz des marktseitigen Preis- und Kostendrucks
die Marktposition gefestigt werden. Sowohl bei PRINOVIS als auch im
Druckereigeschäft in den USA bei Brown Printing wurden Zukunftsinvestitionen
getätigt: Bei PRINOVIS ist mit dem neuen Standort in Liverpool, der Mitte 2006
die Produktion aufnehmen wird, die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt.
In den USA wurde bei Brown Printing ein umfangreiches Reinvestitionsprogramm
am Standort Waseca realisiert. Die beiden größten Kunden von Brown Printing,
Time Inc. und Meredith Corporation, verlängerten ihre Aufträge um acht bzw.
fünf Jahre und sichern somit eine positive Entwicklung
des US-Druckgeschäfts von G+J.
Für Rückfragen:
Dr. Andreas Knaut
Leiter Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte
Telefon: +49-40-3703-3113
E-Mail: knaut.andreas@guj.de
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