Pressemitteilung

Gruner + Jahr steigert erneut Umsatz und investiert in sein Kerngeschäft und in die digitale Zukunft seiner starken Marken. G+J Deutschland erzielt in 2011 Rekordergebnis. G+J International baut sein Engagement in Indien weiter aus.

Hamburg, 28. März 2012 –

strong>- Leichtes, weitgehend organisches Umsatzwachstum
- Operating EBIT über Vorkrisenniveau
- Jahresüberschuss auf hohem Niveau des Vorjahres
- Hohe Profitabilität mit zweistelliger Umsatzrendite
- Veräußerung von Prinovis im Herbst 2011
- Investitionen in Indien sowie in die digitale Transformation
- Hohe Gewinnbeteiligung – Teilhabe der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg

Hamburg, 29. März 2012
Gruner + Jahr blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2011 zurück: G+J verzeichnete im Berichtszeitraum einen leichten, weitgehend organischen Umsatzanstieg, das operative Ergebnis blieb auf hohem Niveau oberhalb der Vorkrisenjahre.
Der Umsatz erreichte 2,29 Mrd. Euro1 (2010: 2,26 Mrd. Euro), das Operating EBIT 233 Mio. Euro (Vorjahr 260 Mio. Euro). Damit übertraf das operative Ergebnis auch 2011 weiterhin deutlich das Vorkrisenniveau. Der erwartete Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine deutliche Steigerung der Papierpreise, höhere Entwicklungs- und Projektkosten in den strategischen Umbaufeldern digitale Transformation, Effizienz und Qualität, zahlreichen Titelinnovationen sowie eine schwache Markt- und Geschäftsperformance der südeuropäischen Länder und des Druckgeschäfts zurückzuführen. Die Umsatzrendite erreichte im Berichtszeitraum 10,2 Prozent nach 11,5 Prozent im Vorjahr. Gruner + Jahr beschäftigte zum Jahresende 11.822 Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 11.637 Mitarbeiter).
Im Markengeschäft entwickelten sich die Anzeigenumsätze im Vergleich zum Vorjahr mit 725 Mio. Euro (2010: 731 Mio. Euro) leicht rückläufig. Die Vertriebserlöse konnten im Vorjahresvergleich mit 711 Mio. Euro (2010: 705 Mio. Euro) leicht zulegen. Insgesamt verzeichnete das Markengeschäft einen Umsatz von 1,80 Mrd. Euro (2010: 1,79 Mrd. Euro), ein operatives Ergebnis vor Einmaleffekten von 201 Mio. Euro und ist mit einer Umsatzrendite von 11,2 Prozent hoch profitabel. Das Umsatzwachstum ist unter anderem auf den umfangreichen Ausbau im Digitalbereich zurückzuführen.
Das EBIT erreichte im Geschäftsjahr 2011 202 Mio. Euro (2010: 243 Mio. Euro), beeinträchtigt insbesondere durch eine Sonderabschreibung in Höhe von 22 Mio. Euro auf das Anlagevermögen von Brown Printing. G+J erreichte einen Jahresüberschuss von 160 Mio. Euro und bleibt damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2010: 160 Mio. Euro). Gruner + Jahr ist weiterhin frei von Finanzschulden, mit einer komfortablen Cash-Position ausgestattet, somit finanziell kerngesund und in vollem Umfang investitionsbereit.
G+J Deutschland verzeichnete in 2011 einen sehr positiven Geschäftsverlauf. Das operative Ergebnis übertraf nochmals das bereits sehr starke Vorjahresergebnis und erreicht damit einen neuen Rekordwert. Sowohl die Anzeigen- als auch Vertriebserlöse konnten im Berichtszeitraum leicht zulegen. Im Anzeigengeschäft profitierte G+J in Deutschland von seinem Portfolio im Premiumsegment und konnte erneut Marktanteile dazugewinnen.
Die Digitalaktivitäten von G+J entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin erfreulich. Eine Vielzahl dieser Angebote leistet mittlerweile einen positiven Ergebnisbeitrag.CHEFKOCH.DE, die führende Food Community Deutschlands, setzte seine starke Entwicklung fort, konnte auf hohem Niveau im Umsatz und Ergebnis weiter wachsen und gehört mit über 11 Mio. Unique Usern mittlerweile zu den Top 10 aller gemeldeten deutschen Internet-Angebote.
Gruner + Jahr investierte weiter im Digitalgeschäft und übernahm im Dezember 2011 100 Prozent der URBIA.COM AG, die mit URBIA.DE den Marktführer der Eltern- und Familien-Portale in Deutschland betreibt. Die digitalen Versionen der Magazine von G+J weisen nach zahlreichen Launches in 2011 eine positive Entwicklung auf. Die Vermarktung digitaler Inhalte und Angebote wuchs um rund 34 Prozent, im Bereich Mobile erreichte die G+J EMS eine Wachstumsrate von rund 69 Prozent.
Gruner + Jahr arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation seiner Kernkompetenzen, der Kreation und Aufbereitung hochwertiger Inhalte, deren Vermarktung und Vertrieb. In diesem Kontext hat G+J im Frühjahr 2011 das Projekt "House of Content" gestartet, ein zentrales und langfristiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung innovativer journalistischer Formate zu erleichtern und Inhalte mit effizienten Prozessen und geringem Mehraufwand auf unterschiedlichsten Medienkanälen bereitstellen zu können. Die sich verändernden Rahmenbedingungen der Medienmärkte und Erwartungen der Leser und Nutzer an Medienmarken verlangen zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten, die im Rahmen dieses länderübergreifenden Transformationsprojektes erarbeitet werden.
Die internationalen Geschäfte entwickelten sich im Berichtszeitraum je nach Land und wirtschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Märkte sehr unterschiedlich. In Frankreich konnte der Umsatz trotz konjunktureller Markteintrübung stabil gehalten, das Ergebnis leicht gesteigert werden. Österreich verzeichnete einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Die anhaltend schwierigen Marktbedingungen in Spanien erklären ein im Vorjahresvergleich deutlich rückläufiges Ergebnis. Sehr erfreulich verlief die Entwicklung dagegen in den Niederlanden, mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Geschäftsaktivitäten in China entwickelten sich mit weiterhin nachhaltigem Wachstum. Mit der Mehrheitsübernahme des Verlagshauses MaXposure gelang der Einstieg in den strategischen Wachstumsmarkt Indien. Mit der kürzlich erfolgten Mehrheitsübernahme der Networkplay Ltd, einem der am schnellsten wachsenden Digitalvermarkter Indiens, baut G+J International dieses Engagement weiter aus und setzt – neben China – seine Wachstumsstrategie auch in Indien konsequent fort.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gruppe Dresdner Druck- und Verlagshaus war im Geschäftsjahr 2011 insgesamt sehr erfreulich. Brown Printing konnte trotz neuer Kunden, Marktanteilsgewinnen und einer Umsatzsteigerung das Ergebnis des Vorjahres nicht halten. Die nachhaltig schwierige Situation und Perspektive im nordamerikanischen Druckmarkt machte eine Sonderabschreibung auf das Anlagevermögen von Brown Printing in Höhe von 22 Mio. Euro notwendig. Im Herbst 2011 wurde die Veräußerung der Gruner + Jahr Anteile in Höhe von 37,45 Prozent am Tiefdruck-Joint-Venture PRINOVIS an ARVATO vollzogen.
Dr. Bernd Buchholz, Vorsitzender des Vorstandes der Gruner + Jahr AG: "2011 war für G+J ein gutes Jahr, in dem wir verstärkt in unser Kerngeschäft, unsere starken Inhalte und Marken sowie in den Ausbau unserer Aktivitäten in Asien investiert haben. Darüber hinaus haben wir in 2011 die Entwicklung unserer Digitalgeschäfte signifikant vorangebracht – und dies mit Erfolg. Wir glauben an hochwertige Inhalte und sehen die Bereitschaft der User, dafür zu bezahlen. Die Investitionen in die digitale Transformation unserer Kernkompetenzen werden wir konsequent fortsetzen."
Achim Twardy, Finanzvorstand von Gruner + Jahr: "Das hohe Ergebnisniveau und das weitgehend organische Umsatzwachstum zeigen, dass Gruner + Jahr ein sehr nachhaltiges und dazu hochprofitables Geschäft betreibt. Aufgrund der Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten und den möglichen Konjunkturschwankungen in vielen Ländern bleibt unsere Prognose vorsichtig. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2012 gehen wir aktuell von einer weitgehend stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus."
An der erfolgreichen Unternehmensentwicklung in 2011 werden die Mitarbeiter von G+J weltweit partizipieren. G+J wird, wie bereits 2010, auch für das Geschäftsjahr 2011 an seine Mitarbeiter, unter anderem in Deutschland, Frankreich und den USA, Gewinnbeteiligungen von weit über 20 Mio. Euro ausschütten.
Der G+J Geschäftsbericht 2011 ist ab sofort unter www.guj.de/e-annual2011 zum Download verfügbar.
Für Rückfragen:
Claus-Peter Schrack
Leiter Unternehmenskommunikation
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