Pressemitteilung

Nach hoher Profitabilität in 2003 geht Gruner + Jahr weltweit auf Wachstumskurs

Hamburg, 31. März 2004 – G+J steigert im schwierigen Geschäftsjahr 2003 Umsatzrendite auf 9,6 Prozent und EBITA auf 238 Mio. Euro / Mehr als 50 Mio. Euro verlegerische Investitionen in 2004 geplant / Innovationsoffensive soll mit weltweit 15 bis 20 neuen Titeln fortgesetzt werden

Gruner + Jahr, Europas größterZeitschriftenverlag, hat in einem weltweit anhaltend schwierigenMarktumfeld im Jahr 2003 erneut sehr gut verdient und ist fürweiteres Wachstum gut gerüstet. Vor allem durch die Stärkungdes Stammgeschäftes und einer weiterhin strikten Kostendisziplinkonnte das EBITA auf 238 Mio. Euro (Vorjahr: 234 Mio. Euro) verbessertwerden. Die Umsatzrendite stieg dabei auf 9,6 Prozent (Vorjahr: 8,3 %).Vor verlegerischen Investitionen, d.h. ohne die Entwicklungskosten undAnlaufverluste für neue Zeitschriftentitel, betrug die Umsatzrendite12,1 Prozent. Die Außenumsatzerlöse fielen, bedingt durchSondereinflüsse wie Veräußerungen und Währungseffekte, auf2,48 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,8 Mrd. Euro) zurück. Bereinigt um dieseSondereinflüsse blieb der Umsatz dagegen stabil.

Neben der Stärkung des Stammgeschäftes hatte 2003 die Innovationsoffensiveeinen hohen Stellenwert. Insgesamt über 20 Innovationen undzahlreiche Sonderhefte wurden weltweit an die Märkte gebracht. Dieerfolgreichste Entwicklung des letzten Jahres kommt aus Frankreich undwird im Geschäftsjahr 2004 umsatzwirksam: Mit T;Eacute;L;Eacute; 2 SEMAINESstartete die G+J-Tochter Prisma Presse eine für den französischen Marktvöllig neuartige 14-tägliche TV-Programmzeitschrift. Dieser Erscheinungsmoduswurde erst durch eine speziell entwickelte Datenbanktechnologiemöglich, die es in dieser Form in Frankreich vorher noch nicht gab. Derinnovative Ansatz trug bereits nach wenigen Ausgaben Früchte:Mittlerweile liegt die verkaufte Auflage bei zwei Millionen Exemplaren.T;Eacute;L;Eacute; 2 SEMAINES ist damit einer der erfolgreichsten Magazin-Starts derletzten Jahrzehnte.

Dr. Bernd Kundrun, Vorsitzender des Vorstandes von Gruner + Jahr, sagteam Donnerstag in Hamburg: "Mit den guten Ergebnissen des abgelaufenenGeschäftsjahres setzen wir als Europas größter Zeitschriftenverlag wiederMaßstäbe beim Unternehmenserfolg und bei der operativen Rendite.Unsere starken Finanzen geben uns die Kraft, Neues zu wagen und zuwachsen. Wir haben 2003 mit unserer Innovationsoffensive im In- undAusland Trends aufgespürt und erfolgreich verlegerische Impulse gesetzt.Wir werden auch in 2004 Innovationen entwickeln und unsereinternationale Expansion vorantreiben. Dazu werden wir in diesem Jahreinen Betrag von deutlich mehr als 50 Mio. Euro für Entwicklungskostenund Anlaufverluste neuer Zeitschriften investieren und 15 bis 20 neue Titelweltweit einführen."

Gruner + Jahr trete jetzt, so Kundrun, in eine neue Phase des Wachstumsein: Zunächst habe das Verlagshaus im Jahre 2001 als einer der erstenVerlage umfangreiche Kostenanpassungen eingeleitet, die im Jahre 2002zu einer Verdoppelung der operativen Rendite auf 8,3 Prozent führten.Dann fokussierte der Vorstand im Jahre 2002 mit dem Verkauf des BerlinerVerlages das Portfolio auf das Zeitschriftengeschäft. Diesem Ziel diente imJahre 2003 auch der Ausstieg aus dem Zeitungsgeschäft in Osteuropa.Nun stehe eine ausgewogene Unternehmensstrategie im Mittelpunkt.Kundrun: "Wir erwirtschaften eine sehr ordentliche Umsatzrendite undinvestieren gleichzeitig in die Wachstumsträger der Zukunft. Wir setzen aufInnovationen und Expansion im In- und Ausland. Wir haben dafür das Geldund die Ideen."

Mit einem Auslandsumsatzanteil von 63 Prozent unterstrich Gruner + Jahrseine Stellung als internationalster Zeitschriftenverlag der Welt. DieAnzeigenerlöse trugen mit 39 Prozent den größten Anteil am Umsatz, dieentsprechenden Kennziffern für Vertrieb und Druckereigeschäfte beliefensich auf 32 bzw. 19 Prozent. Sonstige Erlöse machten zehn Prozent vomGesamtumsatz aus. Die Zahl der G+J-Mitarbeiter weltweit verringerte sichaufgrund von Portfoliobereinigungen von 11.862 auf 11.351 Mitarbeiter.Im Zuge des Generationswechsels im G+J-Vorstand wurde eineNeuordnung der Aufgabenschwerpunkte im In- und Ausland umgesetzt.Der Unternehmensbereich Zeitschriften Deutschland wird seit Januar 2004von Dr. Bernd Buchholz geführt. Achim Twardy, der bereits seit 2001 imVorstand für den Zeitungsbereich zuständig ist, hat im Oktober 2003zusätzlich den Bereich Wirtschaftpresse Deutschland übernommen. DerUnternehmensbereich Zeitschriften International wurde zum Januar 2004neu zugeschnitten und unter die Leitung von Dr. Torsten-Jörn Klein gestellt.Axel Ganz bleibt im Vorstand unverändert für die G+J-Verlagsgeschäfte inFrankreich und den USA zuständig. Alle anderen Vorstandsressortsbleiben unberührt. Kundrun: "Der neue Zuschnitt des Vorstandes spiegeltunsere Wachstumsstrategie wider: Wir wollen uns künftig neben derFortsetzung der weltweiten Innovationsoffensive intensiver um dieinternationalen Wachstumsmärkte und um einen neuen Aufbruch imSegment der Wirtschaftspresse kümmern."

Zum neuen Unternehmensbereich Zeitungen und Wirtschaftspresse stellteKundrun erneut klar: "Trotz aller derzeitigen Schwierigkeiten bleibt dieWirtschaftspresse eines unserer wichtigen Stammgeschäfte." Die FTDkann schon heute in höherem Maße von einer sich langsam erholendenWerbekonjunktur profitieren. Auch die anderen G+J-Titel sind alsMarktführer in ihren jeweiligen Teilsegmenten in idealen Ausgangssituationenund werden in anziehenden Märkten überdurchschnittlichprofitieren. In 2004 strebt die gesamte G+J-Wirtschaftspresse mehrWirtschaftlichkeit an: CAPITAL und IMPULSE sollen schon in diesem Jahrwieder schwarze Zahlen schreiben, BÖRSE ONLINE und alle Aktivitäten imAnlegermagazinbereich voraussichtlich im nächsten Jahr.Bei den G+J-Stammtiteln im Inlandsmarkt befindet sich der STERN trotzder schwierigen wirtschaftlichen Lage in einer außerordentlich gutenVerfassung: Mit einer Auflage, die sich im Jahresdurchschnitt um 3,5Prozent auf 1.092.452 Exemplare gesteigert hat, und einer Reichweite von7,4 Millionen Lesern gewinnt der STERN als Marktführer im Segment deraktuellen Wochenmagazine weiter an journalistischem Profil undMarktanteilen im Anzeigen- und Vertriebsgeschäft.

Mit GALA verbindet sich eine Erfolgsgeschichte im Inland wie auch inFrankreich, Polen und Russland: Im konjunkturell schwierigenAnzeigenmarkt 2003 war GALA in Deutschland mit einem Zuwachs von14,7 Prozent in einer Spitzenposition. Die verkaufte Auflage legte imJahresdurchschnitt um 4,8 Prozent auf 365.000 Exemplare zu. Darüberhinaus konnte die Marke GALA auch in Polen und Russland erfolgreichpositioniert werden. Mittlerweile erreicht die gesamteuropäische Auflageder GALA-Titel über eine Million Exemplare.Ein Beispiel für die konsequente Markenführung im G+J-Stammgeschäft istdie GEO-Familie, die mit ihren hochpreisigen Qualitätstiteln auch in 2003erfolgreich war. GEO war auch im Jahre 2003 der reichweitenstärkste freiverkäufliche Monatstitel Deutschlands. 2004 werden aufgrund vonFrequenzerhöhungen und mit der Einführung eines neuen Wissenstitelserstmals insgesamt 52 Zeitschriften-Ausgaben unter der Dachmarke GEOerscheinen.

Auch im Verlagsbereich Living hat Gruner + Jahr umfassend in dasStammgeschäft investiert. Während nach wie vor die Zeitschrift SCHÖNERWOHNEN die Nummer Eins in diesem Vertriebs- und Anzeigenmarktbleibt, belegt LIVING AT HOME bereits den zweiten Platz in diesemSegment und erzielte im 4. Quartal 2003 mit über 232.000 verkauftenExemplaren die höchste Auflage seit der Einführung vor drei Jahren.International konnten sich bereits etablierte Titel in 2003 auch inschwierigen Marktumfeldern gut behaupten. Vor allem FEMME ACTUELLEin Frankreich und CHILD in den USA verzeichneten nach erfolgreichenredaktionellen Überarbeitungen eine positive Entwicklung. So war FEMMEACTUELLE nicht nur erneut Umsatzträger Nummer Eins bei PrismaPresse, sondern auch der größte Ergebnisbringer im G+J-Zeitschriftenportfolioinsgesamt. Die Auflage wurde bei 1,37 Mio. Exemplarenstabilisiert. Insgesamt brachte der Titel zur Bindung der Leserinnen elfthemenspezifische Sonderhefte heraus. CHILD schaffte eine Steigerungder Attraktivität für Premium-Anzeigenkunden und konnte den Anzeigenumsatzum 29 Prozent verbessern. Die verkaufte Auflage konnte bei einerMillion Exemplaren stabil gehalten werden.

Neben T;Eacute;L;Eacute; 2 SEMAINES waren auch eine Reihe von weiterenInnovationen erfolgreich: So wurde die vor einem Jahr in Lizenz gestarteteGLAMOUR zur erfolgreichsten Neueinführung des Jahres in Polen. Miteiner Auflage von 275.000 Exemplaren schaffte sie auf Anhieb den Sprungan die Spitze der hochwertigen Frauenzeitschriften. Für Begeisterung beiden jungen Leserinnen und Lesern in Deutschland sorgte das innovativeMagazin NEON, das 2003 mit zwei Pilotausgaben erfolgreich getestetwurde, inzwischen eine verkaufte Auflage von durchschnittlich über 80.000Exemplaren erreicht und seit Februar 2004 elfmal pro Jahr erscheint.NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD wurde im November 2003 alsinnovatives zweisprachiges Wissens magazin für Kinder gestartet: Es istcross-medial präsent in Print, TV und im Internet. In Kooperation mit demKinderkanal von ARD/ZDF wird seit März 2004 wöchentlich das TVMagazin"Marvi Hämmer präsentiert NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD"ausgestrahlt. Ähnlich erfolgreich präsentiert sich in Italien FOCUS JUNIORmit einer verkauften Auflage von über 200.000 Exemplaren. Ursprünglichals Beilage des Wissensmagazins FOCUS geplant, entwickelte sich derTitel schnell zum im italienischen Markt völlig neuartigen Wissensmagazinfür Kinder und Jugendliche. Der internationale Ausbau des Wissenssegmentsvon G+J wurde zudem mit dem Launch von GEOFOCUS inRussland (Auflage über 70.000 Exemplare) sowie QUEST in denNiederlanden (über 100.000 Exemplare) weiter vorangetrieben.

Für Rückfragen:

Thomas Huber
Leiter Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte
Gruner + Jahr AG & Co KG
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Telefon: +49-40-3703-3113
Telefax: +49-40-3703-5617
E-Mail: huber.thomasguj.de

Dr. Bernd Kundrun


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zur JPK-2004 finden Sie hier.