Pressemitteilung

1. Soiree der Henri-Nannen-Schule

Hamburg, 15. Dezember 2005 – Qualitätsjournalismus der Zukunft: Macher und Marken werden multimedial/ Prof. Dr. Christoph Fasel: "die journalistischen Qualitäts-Marken, die Vertrauen genießen, werden die Nase vorn haben."

In der 1.Soiree der Henri-Nannen-Schule stellte Prof. Dr. Michael Haller, Leipzig, neue Erkenntnisse aus seiner Erhebung an knapp 8000 Medienprofis vor.

Er wird ein Multitalent sein, der Journalist der Zukunft: Nicht nur als Könner in allen Medien - von der Zeitschrift bis zum Internet-Auftritt. Sondern auch in seinem virtuosen Umgang mit den Darstellungsformen des Journalismus: Korrespondent und Reporter, Portraitist und Interviewer, Kommentator und Nutzwertschreiber - alle diese Fähigkeiten wird er vereinen.

"Der Journalist der Zukunft wird auf mehreren Klaviaturen spielen", prognostiziert Prof. Dr. Michael Haller. Er ist Leiter des Leipziger Instituts für praktische Journalismusforschung. Es befragte knapp 8000 Angehörige der Medienberufe in den letzten Monaten zum Thema "Zukunft des Journalismus". Neue Ergebnisse stellte Haller auf der ersten Soiree der Henri-Nannen-Schule am Freitag einem Kreis interessierter Journalisten und Fachkollegen in Hamburg vor.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Studie sind:

- Die Medienmacher werden zukünftig noch multimedialer arbeiten müssen
- Die Spezialisierung zwischen den Textsorten verschwindet zugunsten eines Allround-Journalisten, der sich zwischen Nachricht, Reportage und Kommentar souverän bewegen wird
- Allerdings: Die Spezialisierung auf den Themenfeldern schreitet voran
- Print öffnet sich weiter als je zuvor zu Internet, aber auch zu mobilen Diensten, Hörfunk und TV
- Der Hörfunk hat die Chance, als Wortmedium neu entdeckt zu werden
- Die Line-Extensions der großen Marken werden noch vielfältiger und erstrecken sich immer tiefer in neue Medien - Qualität zahlt sich aus
- Handy, TV und Internet werden zum Trailer für die Zeitschrift der Zukunft

Moderiert wurde die Henri-Nannen-Soiree vom zukünftigen Schulleiter Prof. Dr. Christoph Fasel. Er stellte fest: "Eine Schlussfolgerung lässt sich ziehen: Die journalistischen Qualitäts-Marken, die Vertrauen genießen, werden in diesem Prozess die Nase vorn haben."

Kurt Otto
Pressesprecher
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