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45 Jahre ESSEN & TRINKEN

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ESSEN & TRINKEN-Chefredakteur Jan Spielhagen und Astrid Hamer, Publisher Food (Fotos: David Maupile/ Manuel Geiger)

9. August 2017 - Heute erscheint die Jubiläumsausgabe von ESSEN & TRINKEN. Seit 45 Jahren prägt das Magazin den Kochstil der Deutschen. ESSEN & TRINKEN-Chefredakteur Jan Spielhagen und Astrid Hamer, Publisher Food, verraten das Erfolgsrezept des Magazins.

Herr Spielhagen, Monat für Monat bereiten Sie mit Ihrem Team die leckersten Gerichte zu. Klingt nach einem Traumjob…
Jan Spielhagen: Das ist es auch. Vor allem, weil ich ESSEN & TRINKEN schon so lange kenne. Sie war die einzige Zeitschrift, die es bei uns zu Hause gab. Meine Mutter war eine begeisterte Leserin und lange Abonnentin. Dass ich einmal mit dieser wunderbaren Marke zu tun haben würde, das ist schon ein komischer Zufall. Mit der Zubereitung der leckeren Gerichte habe ich persönlich übrigens gar nichts zu tun. Das macht ja unser Küchenchef Achim Ellmer mit seinem großartigen Team. Ich habe eher mit ihrer Vernichtung zu tun, weil ich jeden Tag in der Versuchsküche in Versuchung geführt werde mit Bergen von Köstlichkeiten.

45 Jahre ESSEN & TRINKEN
Die Jubiläumsausgabe

Was hat sich die Redaktion zum Jubiläum von ESSEN & TRINKEN einfallen lassen?
Jan Spielhagen: Wir feiern dieses Jubiläum vor allem mit unseren Leserinnen und Lesern. Ihnen haben wir den Erfolg des Magazins ja schließlich zu verdanken. Wir haben das Heft um 16 Seiten erweitert, und es gibt eine wahnsinnig lange Geburtstagsbuffet-Strecke. Da tauchen ganz viele Rezepte auf, die wir für unsere Leserschaft entwickelt haben, nachdem wir sie gefragt haben, welche Partyrezepte sie sich von uns wünschen. Besonders empfehle ich unsere Focaccia-Päckchen, die sind sagenhaft.

Was ist das Erfolgsrezept von ESSEN & TRINKEN?
Jan Spielhagen: Die Qualität, eindeutig. Kein anderes Foodmagazin in Deutschland erreicht unsere Qualitätsstandards. Die Kompetenz und Schaffenskraft unserer Versuchsküche ist einmalig, die Geling-Garantie unserer Rezepte zu Recht legendär, und was nationale und internationale Food-Trends und kulinarische Reisen angeht, sind wir auch spitze. Und das inzwischen seit über vier Jahrzehnten.

Zum Jubiläum hat ESSEN & TRINKEN einen Blick in die Küchen der Deutschen geworfen und eine forsa-Umfrage durchgeführt. Wer schwingt denn den Kochlöffel zu Hause?
Astrid Hamer: Am Herd haben (noch) die Frauen das Sagen. 85 Prozent der Frauen kocht mindestens mehrmals in der Woche – 39 Prozent sogar täglich. Doch längst hat die Emanzipation auch in deutschen Küchen Einzug gehalten: Immerhin 64 Prozent der Männer kochen mindestens mehrmals in der Woche, und jeder Vierte schwingt sogar täglich den Kochlöffel.

45 Jahre ESSEN & TRINKEN
ESSEN & TRINKEN-Köche, Redakteure und Grafiker am Geburtstagsbuffet

Und was verbinden Frauen und Männer heutzutage mit dem Kochen?
Astrid Hamer: Kochen ist gesellig und inspirierend. Drei Viertel aller Deutschen (77 Prozent) kochen und essen gern in Gesellschaft, gemeinsam mit Familie oder Freunden. Über die Hälfte der Befragten kann am Herd ihre Kreativität ausleben (63 Prozent) und beim Kochen gut entspannen (53 Prozent). 59 Prozent aller Befragten probieren zuhause häufig neue Rezepte aus. Über diese Ergebnisse freuen wir uns natürlich und tragen gern mit ESSEN & TRINKEN zur Freude, Geselligkeit und Entspannung unserer Leser bei.

Was steht bei ESSEN & TRINKEN für die Zukunft auf dem (Speise-)Plan, wo geht es hin in den Küchen?
Jan Spielhagen: Die Meta-Trends unserer Zeit sind die Saisonalität und Regionalität von Lebensmitteln. Mit ihnen beschäftigen wir uns schon seit Jahren und werden es auch noch jahrelang tun. Dazu kommt, dass der Aspekt der Gesundheit eine immer größere Rolle spielt bei der Frage, was und wie die Menschen kochen. Außerdem sind der Vegetarismus und der Veganismus wichtige und damit verwandte Themen. Kleinere, dafür ganz aktuelle Trends sind die süd- und mittelamerikanische Küche, vor allem die peruanische, die unsere Leserschaft fasziniert, aber auch die Lust an neuen Lebensmittel und den Superfoods, wie zum Beispiel diesem merkwürdigen Quinoa. Außerdem spüren wir, dass die großen Diäten vom Low-Carb-Trend abgelöst werden, also einer kohlenhydratarmen oder -freien Ernährung.

Astrid Hamer: Auch der Thermomix ist in deutschen Küchen weiterhin sehr beliebt, und die Nachfrage nach guten Rezepten ungebrochen groß. Daher planen wir bei ESSEN & TRINKEN MIT THERMOMIX, dem jüngsten Zuwachs unserer ESSEN & TRINKEN-Markenfamilie, auch neue Print- und Digitalprodukte.