Pressemitteilung

BRIGITTE KommunikationsAnalyse 2012: Sozial ist das neue Bio

Hamburg, 08. Mai 2012 – - Abkehr von rein ökologisch motivierten Kaufentscheidungen bei Lebensmitteln, Mode und Kosmetik
- Verbraucherinnen ziehen beim Kauf gesamtes soziales und ökologisches Engagement eines Unternehmens ins Kalkül

"Korrekter Konsum" bleibt für Frauen in Deutschland einkaufentscheidendes Kriterium. Allerdings reicht die Bezeichnung "Bio" oder "Öko" auf derVerpackung für Unternehmen bei weitem nicht mehr aus, um sich positiv vom Wettbewerbabzugrenzen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle BRIGITTE Kommunikationsanalyse2012 (KA), die alle zwei Jahre die Beziehung der deutschen Frauen zu Marken und ihreEinstellungen gegenüber den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen repräsentativ erforscht.So zeigt sich im Vergleich mit der Untersuchung aus dem Jahr 2002, dassUmweltgesichtspunkte beim Kauf zwar immer noch eine wichtige Rolle spielen, diese aberrelativ gesehen an Bedeutung verlieren. Zwar sagen jetzt noch 56 Prozent (KA 2002: 59Prozent) aller Frauen zwischen 14 und 64 Jahren, dass sie keine Produkte von Unternehmenkaufen, die in Bezug auf den Umweltschutz ins Gerede gekommen sind. Jedoch griffen 2002noch 49 Prozent der Frauen beim Einkauf gezielt zu umweltfreundlichen Produkten, währenddas heute nur noch 39 Prozent der Frauen über sich sagen.
Die Abkehr von rein ökologisch motivierten Kaufentscheidungen beschränkt sich dabei nichtnur auf Lebensmittel. Hier geben in der aktuellen Studie nur noch 36 Prozent der Frauen (KA2002: 45 Prozent) an, nach Möglichkeit Lebensmittel aus kontrolliertem biologischen Anbauzu verwenden. Auch beim Kauf von Mode und Kosmetik sind Öko-Aspekte und die Ablehnungvon Chemie auf dem Rückmarsch. So sagen in der aktuellen Untersuchung 61 Prozent derFrauen und damit 12 Prozent weniger als noch 2002, am liebsten Kleidung aus natürlichenMaterialien zu tragen. 40 Prozent und damit sieben Prozent weniger als vor zehn Jahrenbenutzen nur Kosmetik, die auf natürlicher Basis ohne chemische Zusätze hergestellt wird.
Sozial ist das neue Bio
Wer diese Ergebnisse als wachsende Sorglosigkeit der Frauen interpretiert, macht jedocheinen schweren Fehler. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Ihre hohen Ansprüche an dieUnbedenklichkeit von Marken und Produkten beziehen Frauen nicht eindimensional aufökologische Aspekte und darauf, sich selbst Gutes zu tun. Vielmehr ziehen dieVerbraucherinnen heute das gesamte soziale und ökologische Engagement einesUnternehmens ins Kalkül. Für die Kaufentscheidungen stehen umfassend transparente, faireund verantwortungsbewusste Produktionsbedingungen im Vordergrund. So sagen in der KA2012 71 Prozent der Frauen, sie würden keine Produkte von Unternehmen kaufen, die Warenunter bedenklichen Bedingungen wie z.B. Kinderarbeit herstellen. 58 Prozent der Frauenwürden Marken zu bevorzugen, die sich glaubwürdig bei sozialen Projekten engagieren. Undimmerhin 47 Prozent würden sogar Qualitäts- und Komforteinbußen in Kauf nehmen, wennsie von der Nachhaltigkeit eines Produktes überzeugt sind.

Über die BRIGITTE KommunikationsAnalyse 2012
Seit 1984 erhebt die BRIGITTE KommunikationsAnalyse alle zwei Jahre repräsentativ dieEinstellungen der aktuell rund 30 Millionen deutschen Frauen im Alter von 14 - 70 Jahren (bis2008: 14 - 64 Jahre) zu allen konsumrelevanten Lebensbereichen sowie den Markendreiklangaus Bekanntheit, Sympathie und Verwendung für über 1100 Marken aus 20 Produktbereichen. Dieser Markendreiklang misst den Erfolg und die Wirkung derMarkenkommunikation und macht in Verbindung mit den vielfältigen Einstellungen undVerhaltensinformationen die Studie zu einem wichtigen Instrument für Marketing undWerbung. Die repräsentative Befragung zur BRIGITTE KommunikationsAnalyse 2012 mit5.026 mündlichen und schriftlichen Interviews wurde zwischen September und November2011 von MMA MediaMarktAnalysen, Frankfurt am Main, und Ipsos, Hamburg, durchgeführt.Die Datenaufbereitung übernahm ISBA, Hamburg.
Über BRIGITTE
BRIGITTE ist Marktführerin unter den klassischen Frauenzeitschriften Deutschlands: Jede BRIGITTE wird durchschnittlich von 2,9 Millionen Frauen gelesen (MA 2012 PM I). Damit liegt BRIGITTE um ca. 780.000 Leserinnen vor dem folgenden Mitbewerber im Segment. Nicht nur an der Reichweite, sondern auch an den Verkaufszahlen lässt sich der Erfolg von BRIGITTE ablesen: Mit einer verkauften Auflage von durchschnittlich 605.736 Ex. (IVW I/2012) liegt BRIGITTE auch hier an der Spitze der klassischen Frauenzeitschriften in Deutschland. BRIGITTE-Leserinnen sind überdurchschnittlich gebildet, meist berufstätig und verfügen über ein hohes Haushaltseinkommen (MA 2011/II). BRIGITTE erscheint 14-täglich mittwochs und kostet im Handel 2,80 Euro.
Pressekontakt
Sabine Grüngreiff
Leitung Kommunikation/PR BRIGITTE
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 / 37 03 – 24 68
E-Mail: gruengreiff.sabineguj.de
www.brigitte.de
www.brigitte-woman.de
www.bym.de