Pressemitteilung

Der Wirtschaftsbuchpreis 2006

Hamburg, 03. Oktober 2006 – Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND und getAbstract zeichnen innovative nationale und internationale Businessbücher aus.

Wer sind die mutigen Vordenker im Wirtschaftsbuch-bereich? Mit welchen Ansätzen haben sie auf sich aufmerksam gemacht? Welche Impulse haben sie der wirtschaftspolitischen Agenda gegeben? Zum sechsten Mal verleihen FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND und getAbstract zum Auftakt der Buchmesse Frankfurt am 4. Oktober den Preis für die besten Wirtschaftsbücher des Jahres.

Der Preis in der Kategorie "Management" geht an den philosophischen Querdenker Gunter Dueck für "Lean Brain Management". Sein Buch ist eine ebenso geistreiche wie bissige Abrechnung mit dem Hang der Managerkaste zum Sparen – koste es, was es wolle. "Was können wir noch einsparen?" fragt Dueck und gibt selbst die Antwort: "Intelligenz ist sehr teuer!" Alle Denkverbote ignorierend beschreitet Dueck einen Weg, der zeigt, wie Unternehmen "mit null Hirn zum Erfolg" finden. Duecks Buch kann je nach Gusto als bitterböser Kommentar zur Ökonomisierung der Welt, als Anklage gegen die gedankenlose Vergeudung menschlicher Fähigkeiten oder als Schlusspunkt aller Managementmoden gelesen werden. Alles trifft zu.

Chris Anderson erhält den Preis in der Kategorie "Strategie". Der Chefredakteur des US-Magazins "Wired" lotet in "The Long Tail" aus, wie das Internet mit gängigen Klischees über Erfolg und Misserfolg aufräumt. Früher mussten sich Unternehmen auf Bestseller konzentrieren, denn der Gewinn steckte in den Verkaufsschlagern. In der Internetökonomie sieht das anders aus. Verkauft man Musik- oder Film-Downloads, betragen die Kosten für Bestand und Lagerhaltung praktisch null. Hinter die Hits einen langen Rattenschwanz – den "Long Tail" – von Nicht-Hits anzuhängen, kostet nichts. Und schafft mehr Wert als die Hits. "The Long Tail" ist ein Augenöffner mit immensem Erkenntnisgewinn, dessen strategisches Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Der Wirtschaftsbuchpreis in der Kategorie "Leadership" geht an Niels Pfläging. Hinter dessen Karriere steckt eine "Vom Saulus zum Paulus"-Geschichte: Pfläging war früher Controller. Bis er erkannte, wie unsinnig die Budgets waren, über die Jahr für Jahr erbittert gestritten wurden: Entweder hat man sie hoffnungslos überzogen oder aber tatsächlich eingehalten – auf Kosten des unternehmerischen Erfolgs. Denn wichtiger als auf die Signale des Markts zu hören schien es offenbar, die Budgetvorgaben zu erfüllen. Pfläging erkannte: Wenn starre Ziele vorgegeben sind, ist es das Bestreben der Mitarbeiter, sie um jeden Preis zu erfüllen – schließlich wollen sie ihre Karriere nicht gefährden. Dass die Welt da draußen keine Rücksicht nimmt auf solche Ziele und Vorgaben, ist zweitrangig. Mit seinem Buch "Führen mit flexiblen Zielen" weist Pfläging den Weg aus der Budget-Sackgasse.

Den diesjährigen Sonderpreis der Jury wird der Autor nicht selbst in Empfang nehmen können: Eugene O´Kelly, US-Chef der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, ist vor einem Jahr an einem Hirntumor gestorben. In den drei Monaten vor seinem Tod verabschiedete er sich von Kollegen, Freunden und Familie und beschrieb seinen Abschied von der Welt im Buch "Chasing Daylight". "Ein unbewusst geführtes Leben ist es nicht wert, gelebt zu werden", liest man dort. O´Kelly gelang ein anrührendes Dokument. Und ein unmissverständliches Plädoyer dafür, sich von den Anforderungen der Arbeit nicht auffressen zu lassen.

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 4. Oktober 2006 von 15 bis 16 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse, Lesezelt, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main, statt.

Über die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Als Wirtschafts- und Finanzzeitung berichtet die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND börsentäglich hochaktuell über Unternehmen, Wirtschaft, Politik und Finanzen. Die FTD ist dabei mehr als eine Zeitung: Unter dem Motto "Eine Marke, alle Medien" ist sie ein integrierter multimedialer Wirtschaftsservice, dessen Inhalte auf allen möglichen Informationskanälen an die Leser und Nutzer transportiert werden. Dazu gehören der erfolgreiche Internetauftritt unter www.ftd.de, aber auch spezielle Informationsservices z.B. für Mobiltelefone, für Personal Digital Assistants (PDA) oder für das Radio.Die FTD verkaufte im zweiten Quartal 2006 börsentäglich 102.000 Exemplare. Laut Media-Analyse MA 2006 erreicht die FTD 319.000 Leser. Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ist ein Joint Venture des Verlagshauses Gruner + Jahr AG & Co und der britischen Financial Times Gruppe.

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