Inside G+J

Die STERN-Chefredaktion im Interview zur Klimaausgabe mit Fridays for Future

Hamburg, 23.09.2020 - Die am Donnerstag erscheinende Ausgabe ist eine ganz besondere: Der STERN mit dem Titel #keinGradweiter entstand in Kooperation mit Fridays for Future. Was genau hinter der Aktion steckt, die auch in den digitalen Kanälen stattfindet, und wie die Zusammenarbeit lief, erzählen Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless im G+J-Intranet.

Der STERN setzt mit seiner Ausgabe am Donnerstag ein besonderes Zeichen zum Weltklimatag. Was habt ihr vor?

Anna-Beeke Gretemeier: Wir wagen ein einmaliges Experiment und machen eine ganze Ausgabe monothematisch zur Klimakrise gemeinsam mit Fridays for Future. Und nicht nur das Heft entstand in Zusammenarbeit, auch auf STERN.de und unseren Social-Media-Kanälen setzen die Umweltaktivist*innen zwei Tage gemeinsam mit uns die Themen.

Warum macht ihr das zusammen mit FFF, und was wollt ihr mit der Aktion erreichen?

Florian Gless: Wir wollen Aufmerksamkeit für eines der wichtigsten Themen unserer Zeit: den Klimawandel. Fridays for Future ist es wie keiner anderen Organisation gelungen, ein gesellschaftlich relevantes Thema vom Rand der Diskussion ins Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit zu rücken. Wir unterstützen dieses Anliegen, weil wir überzeugt sind, dass die Menschheit so nicht weitermachen kann. Die Uhr tickt.

Wie sah die Zusammenarbeit zwischen STERN und FFF aus?

Anna-Beeke Gretemeier: Der STERN hat Fridays for Future in seine Redaktionskonferenzen eingeladen, um gemeinsam mit uns Themen zu diskutieren und zu entwickeln. Entstanden ist aus dieser Zusammenarbeit ein besonderes journalistisches Angebot.

Florian Gless: Den gesamten Entstehungsprozess machen wir transparent. Im aktuellen Heft und auf STERN.de erscheint eine Making-of-Reportage unseres Autors Walter Wüllenweber.

Auf dem STERN-Cover prangt diese Woche groß der Hashtag #keinGradweiter. Damit ruft Fridays for Future zum Klimastreik auf. Wie wahrt ihr trotzdem die kritische Distanz?

Florian Gless: Die Frage hat uns auch in der Redaktion beschäftigt, wir haben hier leidenschaftlich diskutiert.

Anna-Beeke Gretemeier: Wir unterstützen das Anliegen von Fridays for Future, die Klimakrise ganz nach oben auf die globale Prioritätenliste zu setzen. Wir finden gut und höchst beeindruckend, welcher Diskurs durch ihr Tun entstanden ist. Mit dieser Haltung haben wir die Bewegung eingeladen, mit uns ein Heft und die digitalen Angebote zu gestalten, uns auszutauschen, miteinander zu diskutieren und zu streiten, uns aber auch gegenseitig zu befruchten. Das bedeutet nicht, dass wir jede einzelne Aktion und jede einzelne Meinung von Fridays for Future teilen. Unsere redaktionelle Unabhängigkeit steht außer Frage. Ebenso aber unsere Leidenschaft: Für uns ist das ein Herzensprojekt, es ist ein einmaliger STERN entstanden, gedruckt und digital. Wir haben wilde Tage hinter uns. Jetzt sind wir sehr gespannt auf die Reaktion unserer Leserinnen und Leser.

Pressekontakt

Sabine Grüngreiff
Gruner + Jahr GmbH
Leiterin Markenkommunikation
Telefon: 040 / 37 03 - 2468
E-Mail: gruengreiff.sabineguj.de
Internet: www.stern.de