Pressemitteilung

BRIGITTE LIVE: Leutheusser-Schnarrenberger äußert sich gegenüber Magazin BRIGITTE zu Innenminister Friedrichs jüngster Forderung nach mehr Sicherheit auf öffentlichen Plätzen

„Wir müssen besonnen reagieren und wachsam sein. Niemand kann absolute Sicherheit gewähren, aber wir haben gute Sicherheitsgesetze.“

Hamburg, 21. April 2013 – Am Sonntagvormittag lud Deutschlands führendes Frauenmagazin BRIGITTE die Bundesjustizministerin und bayerische FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum öffentlichen Interview ins Münchner Künstlerhaus. Dort beantwortete die Ministerin im Rahmen der Veranstaltungsreihe BRIGITTE LIVE: „Frauen wählen!“ politische Fragen und gewährte persönliche Einblicke.

Gefragt nach ihrer Einschätzung zu Innenminister Hans-Peter Friedrichs jüngster Forderung, als Reaktion auf den Boston-Anschlag die Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen auszuweiten, antwortet Leutheusser-Schnarrenberger: „Wir müssen besonnen reagieren und wachsam sein. Niemand kann absolute Sicherheit gewähren, aber wir haben gute Sicherheitsgesetze.“ Auf Nachfrage, ob Deutschland mehr Kameras brauche, sagt die Ministerin: „Das ist nicht notwendig und nicht machbar, wir können nicht auf allen Bahnhöfen Kameras installieren.“ Eine flächendeckende Kameraüberwachung nütze außerdem nichts, wenn nicht genügend Personal vorhanden sei, um die Daten auszuwerten.

Die gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote hält Leutheusser-Schnarrenberger für nicht richtig: „Eine verbindliche Quote im 21. Jahrhundert funktioniert nicht.“ Politik könne aber auch außerhalb von Gesetzen Druck ausüben, indem sie öffentliche Debatten anstoße.

Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für mehr Frauen in der mittleren Führungsebene, dann seien Frauen nicht mehr aufzuhalten und die „gläserne Decke“ durchbrochen. Die FDP habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen. Falls ihrer Partei die Wiederwahl bei der Bundestagswahl gelingt, verspricht die Ministerin: „Unser Ziel für die nächste Legislaturperiode sind gerechtere Frauengehälter. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“ In Bezug auf die Familienförderung sagt die Ministerin: „Nach der Evaluierung der Familienpolitik in dieser Legislaturperiode müssen in der kommenden Legislaturperiode alle familienpolitischen Fragen auf den Prüfstand.“ Ihr Privatleben hält die Politikerin weitestgehend aus der Öffentlichkeit heraus, aus folgendem Grund: „Ich schütze die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger, da lebe ich das natürlich auch selbst vor.“ Die Verteidigung der „alten“ Bürgerrechte sei heute, so Leutheusser- Schnarrenberger, so aktuell wie nie: „Was passiert da alles mit Ihren Daten? Die digitalen Herausforderungen verlangen liberale Antworten, und dafür müssen die Bürgerrechte verteidigt werden.“

Leutheusser-Schnarrenberger über eine ihrer großen Leidenschaften: „Das Wandern bedeutet für mich, den Kopf freizubekommen, weit weg von Allem zu sein – jedoch nie so weit weg zu sein, dass mich nicht doch noch ein Telefonanruf erreichen kann.“ Sie wandert oft fünf bis sechs Stunden, ihren Hund hat sie immer an ihrer Seite. Und wenn dieser müde wird, trägt sie ihn im Rucksack weiter. Was die Ministerin sonst noch im Rucksack hat während der Wandertouren: „einen Flachmann, für den Gipfel.“ Am liebsten mag sie Williams-Birne oder Zwetschge.

Warum wählte sie diesen markanten Doppelnamen? „Für mich ist das eine Frage der Identität. Leutheusser hat mich bis zur Ehe geprägt, das gibt man nicht auf. Deshalb dieses lange Namens-Ungetüm. Zuerst ist es gewöhnungsbedürftig, aber wenn der Name erst einmal sitzt, dann sitzt er richtig. Und er klingt doch melodisch gut.“

Alle Termine von BRIGITTE LIVE: „Frauen wählen!“: Katrin Göring-Eckardt, Bündnis 90/ Die Grünen (27. Januar in Berlin), Sahra Wagenknecht, DIE LINKE (24. Februar in Düsseldorf), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP (21. April in München), Angela Merkel, CDU (2. Mai in Berlin), Ursula von der Leyen, CDU (24. Mai in Hamburg), Andrea Nahles, SPD (30. Juni in Köln), Claudia Roth, Bündnis 90/Die Grünen (1. September in Frankfurt).

Mehr Informationen unter www.brigitte.de/LIVE.

Über BRIGITTE LIVE
BRIGITTE LIVE ist ein öffentliches Veranstaltungsformat von Deutschlands führendem Frauenmagazin, das 2013 erstmalig ins Leben gerufen wurde. Seit jeher rückt BRIGITTE wichtige kulturelle und gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus und stößt öffentliche Diskussionen an. Im Zentrum stehen dabei traditionell starke Frauen, die unsere Gesellschaft maßgeblich prägen. Mit BRIGITTE LIVE setzt BRIGITTE diese Kompetenz auch außerhalb des Magazins ein. Startschuss und thematischer Auftakt ist im Bundestagswahljahr 2013 die Gesprächsreihe „Frauen wählen!“, bei der das Magazin Deutschlands Spitzenpolitikerinnen einem gesellschaftlich interessierten Publikum vorstellt. Zwischen Januar und August 2013 werden die Kandidatinnen in wechselnden Städten auf Herz und Nieren geprüft. Im Interview mit den BRIGITTE Chefredakteuren gibt pro Stadt eine Politikerin Antworten auf die aktuellen politischen Fragen. Neben Wahlkampfthemen geht es in den Gesprächen aber auch um die Personen; BRIGITTE LIVE: „Frauen wählen!“ hinterfragt kritisch, ist gesellschaftlich relevant, persönlich, nah und unverfälscht.

Über BRIGITTE
BRIGITTE ist Marktführerin unter den klassischen Frauenmagazinen Deutschlands: Jede BRIGITTE wird durchschnittlich von 2,42 Millionen Frauen gelesen (MA 2013/I). Damit liegt BRIGITTE um 700.000 Leserinnen vor dem folgenden Mitbewerber im Segment. Nicht nur an der Reichweite, sondern auch an den Verkaufszahlen lässt sich der Erfolg von BRIGITTE ablesen: Mit einer verkauften Auflage von durchschnittlich 565.221 Ex. (IVW I/2013) liegt BRIGITTE auch hier an der Spitze der klassischen Frauentitel in Deutschland. BRIGITTELeserinnen sind überdurchschnittlich gebildet, meist berufstätig und verfügen über ein hohes Haushaltseinkommen (MA 2013/I). BRIGITTE erscheint 14-täglich mittwochs und kostet im Handel 2,80 Euro.

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