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Christine Nieland: „CHEFKOCH ist Deutschlands Food-Inspirationsquelle No.1"

Hamburg, den 14. September 2021 – Was bewegt Deutschland rund um das Thema Kochen und wo finden Menschen Inspiration? Welche Rolle spielen Food-Trends und wie relevant ist das Thema Nachhaltigkeit in der Küche? 
Diese und andere Fragen untersucht die zweistufige Food Studie, die CHEFKOCH gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT in einer repräsentativen, deutschlandweiten Umfrage durchgeführt hat.  
Christine Nieland, Chief Commercial Officer und Mitglied des CHEFKOCH Management Boards spricht in diesem Interview (zuerst erschienen im G+J Intranet) über die Intention, Vorgehensweise und Ergebnisse der groß angelegten Food Studie sowie unterschiedliche Kochtypen.  

 

Liebe Christine, wie kam es dazu, dass ihr die Food Studie initiiert habt, und was war das Ziel? 

Bei CHEFKOCH suchen, finden und sammeln jeden Monat 20 Millionen User:innen ihre Lieblingsrezepte. Wir wissen, was die Menschen in Deutschland gerne kochen, wann sie ihre Rezepte zubereiten und welche Themen sie besonders bewegen. Doch wir wollten gerne mehr über die Hintergründe erfahren: Welche Motive prägen das Kochverhalten in Deutschland? Welche Emotionen verbinden Menschen mit dem Kochen? Dabei haben wir spannende Einblicke in den Kochalltag in Deutschlands Küchen erhalten. Und das hilft uns, die Menschen mit CHEFKOCH noch besser von der Ideenfindung bis zur Zubereitung begleiten zu können.  


Wie seid ihr bei der Umsetzung vorgegangen? 

Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact haben wir eine deutschlandweite, repräsentative Befragung konzipiert. Dabei wurden in einer quantitativen Befragung und in qualitativen Interviews insgesamt 1.310 Menschen befragt.  


Was sind die zentralen Erkenntnisse? 

Kochen ist fester Bestandteil des Lebens: 9 von 10 Menschen in Deutschland sind kochaffin und kochen regelmäßig. Das liegt auch daran, dass selbst zu kochen vor allem mit Genuss, Gesundheit und Gemeinschaft verbunden wird. Zusammen Kochen und gemeinsames Essen ist für viele Menschen ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis. Besonders interessant ist, dass jede:r vierte regelmäßig für Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes kocht und damit eine besondere Form der Fürsorge für andere zum Ausdruck bringt.  
Eine weitere wichtige Erkenntnis: Auch vegetarische oder vegane Ideen gewinnen weiter an Relevanz – eine Entwicklung, die wir auf CHEFKOCH bereits lange beobachten. Besonders stark wächst der Trend zum Flexitarismus und das große Interesse an dieser Esskultur, die regelmäßig auf Fleisch verzichtet und auf Qualität statt Quantität setzt. Uns haben auch hier besonders die Motive der Menschen interessiert. Nach dem Tierwohl steht die Nachhaltigkeit direkt an zweiter Stelle. Für rund die Hälfte der Menschen spielt Nachhaltigkeit in der eigenen Ernährung bereits eine wichtige oder sehr wichtige Rolle. Darüber freuen wir uns und finden gleichzeitig: Es gibt noch viel zu tun! Unsere Kollegin Maja Nett macht sich daher gemeinsam mit unseren User:innen in einer neuen, eigenen Themenwelt unter chefkoch.de/nachhaltigkeit rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ auf den Weg in eine bewusstere Zukunft in der Küche.  


Wo lassen sich die User:innen inspirieren und finden neue Ideen? 

Auf der Suche nach dem passenden Gericht und neuen Inspirationen nutzen Menschen unterschiedliche Quellen. Wir freuen uns, unter den Food-Plattformen mit CHEFKOCH die Inspirationsquelle Nummer 1 der Menschen in Deutschland zu sein!  
Auch bei dem Blick in den eigenen Vorratsschrank oder beim Einkaufen lassen Menschen sich besonders häufig inspirieren. Und natürlich spielen auch die guten alten Kochbücher als traditionelle Rezeptquelle immer noch eine Rolle.  


Was bedeuten die Ergebnisse für CHEFKOCH und eure weitere Strategie? 

Die Ergebnisse bestätigen uns, dass wir mit unserer Strategie, CHEFKOCH zum „Spotify des Kochens“ zu entwickeln, auf dem richtigen Weg sind. Denn die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen rund um das Thema Kochen sind individuell und vielfältig und genau darauf stellen wir uns ein.  
Zum Beispiel arbeiten wir intensiv an der Personalisierung unserer Angebote. Bereits heute können Menschen in ihrem CHEFKOCH-Profil hinterlegen, ob sie sich vegetarisch oder vegan ernähren, und wir passen unsere Vorschläge, wie zum Beispiel das Rezept des Tages, individuell darauf an. Darüber hinaus wird das frisch überarbeitete CHEFKOCH Kochbuch in Zukunft zur Heimat von Rezepten aus unterschiedlichen Quellen und berücksichtigt damit den Wunsch, alle Lieblingsrezepte an einem Ort zu bündeln.  
Auch für unsere redaktionelle Content-Offensive war die Studie ein wichtiger Inputgeber. In unseren neuen CHEFKOCH Originals Video-Shows zeigen bekannte Presenter wie TV-Köchin Vicki Fuchs neue Ideen für den Kochalltag. Und der so wichtige Gemeinschaftsaspekt des Kochens und Essens steht in der neuen „Shared Table – Teilen macht glücklich“ Show im Mittelpunkt. Dort zeigen wir, wie man mit schnellen, leckeren Gerichten seine Liebsten an einen herrlich gedeckten Tisch holt.  


In der Studie werden auch sechs unterschiedliche Kochtypen klassifiziert. Welche sind das und worin liegen die größten Unterschiede?  

Die Kochtypen unterscheiden sich insbesondere dadurch, wie häufig, mit welchem Anspruch oder für wen sie kochen. Während zum Beispiel die „Anspruchsvollen“ auf besondere Qualität und Herkunft der Lebensmittel achten und sich etwas Gutes tun möchten, möchten die „Aktiven“ lieber etwas unkomplizierter kochen, lieben Trends und teilen ihre Kocherlebnisse gerne mit anderen. 
Das Spektrum der Kochtypen umfasst außerdem die Gruppe der „Familienversorger:innen“. Dieser Gruppe ist es besonders wichtig, dass es möglichst allen am Tisch schmeckt und für alle Geschmacksrichtungen etwas Passendes dabei ist.  
Einer anderen Herausforderung steht der Typ der „Lebensmittelallergiker:innen“ gegenüber, da aufgrund einer eingeschränkten Lebensmittelauswahl eine gute Planung und inspirierende Ideen besonders wichtig sind. 
Und dann gibt es noch die „Konservativen“ und „Unerfahrenen“, die sich beide auf einfache und schnelle Gerichte fokussieren. Insbesondere die zuletzt genannten freuen sich über Inspirationen, um auch mit weniger Kochkenntnissen das Kochen als wertvolles Gemeinschaftserlebnis zu erleben.  


Und welcher Kochtyp bist du? 

Wenn ich für mich alleine oder Freunde koche, gehöre ich definitiv zu den „Aktiven“ - ich liebe neue Food-Trends und lasse mich gerne von Online-Kochshows und via Social Media inspirieren. Da an unserem Tisch aber noch zwei jüngere Kinder sitzen, läuft es ziemlich häufig auf den Kochtyp der Familienversorgerin heraus. Da teile ich dann die Herausforderung unser Befragten: Es muss ein leckerer Kompromiss her, der allen schmeckt. 


Alle Ergebnisse der CHEFKOCH Food-Studie können unter https://www.chefkoch.de/foodstudie abgerufen werden!