Pressemitteilung

Gruner + Jahr verdoppelt 2002 EBITA auf 234 Mio. Euro - Umsatz von 2,8 Mrd. Euro - Neue Titel in USA, Frankreich, Polen, Russland und China

Hamburg, 26. März 2003 –

Gruner + Jahr, Europas größter Zeitschriftenverlag, hat trotz Werbekrise imGeschäftsjahr 2002 ein vergleichsweise gutes Ergebnis erzielt und wird imJahr 2003 vor allem durch den Start neuer Titel wieder wachsen. Daserstmals nach IAS (International Accounting Standard) ermittelte EBITAverdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 234 Mio. Euro (pro forma2001: 117 Mio. Euro). Das Gesamtergebnis (EBITA inkl. außerordentlicherErträge) stieg auf 406 Mio. Euro. Der Umsatz ging im gleichen Zeitraumdurch Firmenverkäufe und das vor allem in Deutschland anhaltendrückläufige Anzeigengeschäft auf 2,8 Mrd. Euro zurück. Der Jahresüberschussbelief sich auf 116 Mio. Euro (00/01: 40 Mio. Euro / ermittelt nachHGB und deshalb nur bedingt vergleichbar), der Cashflow verdreifachtesich auf 385 Mio. Euro (pro forma 2001: 114 Mio. Euro). Die Umsatzrenditelag bei 8,3 Prozent.

"Während in der Branche noch Flaute herrscht, hat Gruner + Jahr schonwieder Fahrt aufgenommen. Wir haben rechtzeitig und erfolgreich auf dieKrise der Anzeigenmärkte reagiert. Wir profitierten 2002 wie kein andererVerlag Europas von unserer Internationalität. Mit über 120 Titeln in 14Ländern sind wir ausreichend breit aufgestellt, um selbst größereEinbrüche in einzelnen Märkten zu kompensieren", sagte der Vorstandsvorsitzende,Dr. Bernd Kundrun, am Donnerstag in Hamburg. Kundrunweiter: "Wir werden Neues wagen, aber auch unseren Konsolidierungskursüberall dort im Unternehmen, wo die schwierigen Rahmenbedingungen eserfordern, konsequent fortsetzen, um unser Ergebnis auch in den aktuellschwierigeren Zeiten zu stabilisieren und möglichst auszubauen sowie dieUmsatzrendite weiter zu steigern."In Kombination mit einem bereits 2001 eingeleiteten Kosten- undEffizienzprogramm trugen die internationalen Geschäfte des Verlages imJahr 2002 überdurchschnittlich zum positiven Ergebnis bei. NATIONALGEOGRAPHIC Deutschland und Niederlande schrieben 2002 drei bzw.zwei Jahre nach dem Start bereits schwarze Zahlen. Nach dem erfolgreichenStart von WOMAN, STERN BIOGRAFIE und STERN CHRONIK inDeutschland und dem französischen GEOLINO- Schwestertitel GEO ADOim Jahr 2002 sind in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mitINC und FITNESS in China sowie GLAMOUR, das heute in Polen an dieKioske kommt, bereits drei neue Titel erschienen. In Russland steht derStart der neuen Jugendzeitschrift GEOLENOK unmittelbar bevor. In denKernmärkten USA und Frankreich laufen die Vorbereitungen für neueFrauenzeitschriften, die in den nächsten 18 Monaten erscheinen sollen.

63 Prozent des Umsatzes erzielte G+J im Geschäftsjahr 2002 außerhalbDeutschlands. Die Anzeigenerlöse hatten einen Anteil von 40 Prozent amGesamtumsatz von 2,8 Mrd. Euro. 31 Prozent entfielen auf den Vertrieb.Die Druckereien trugen 20 Prozent zum konsolidierten Umsatz bei, neunProzent sind sonstige Erlöse. Durch den Verkauf der Berliner Zeitungsaktivitätenmit allein 920 Mitarbeitern sowie weitere Anpassungsmaßnahmen(Einstellung der Magazine BIZZ, ONLINE TODAY,HOMESTYLE, ROSIE sowie des COMPUTERCHANNEL und andererMultimedia-Aktivitäten) sank die Zahl der Mitarbeiter auf11.367 (00/01: 12.946) weltweit.Trotz Beibehaltung des Konsolidierungskurses in weiterhin von derWerbekrise betroffenen Segmenten oder Märkten wird Gruner + Jahr seineChancen konsequent nutzen. Gruner + Jahr konzentriert sich dabei in denkommenden Jahren auf Wachstum durch neue Titel und den Ausbau derMarktführerschaft in den G+J-Kernsegmenten. Vor allem soll das Potenzialder starken internationalen G+J-Medien-Marken wie STERN, GEO, GALA,CAPITAL oder FITNESS durch Line Extensions und Internationalisierung inZukunft noch stärker genutzt werden. Die Entwicklung innovativerZeitschriftenkonzepte und Akquisitionen stehen darüber hinaus auf derAgenda der G+J-Innovations- und Wachstumsstrategie.

Bernd Kundrun: "Unsere internen Konsolidierungsmaßnahmen haben sichausgezahlt. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern konnten wir 2002 alleindurch "Cost and Processes – CAP" weltweit über 70 Mio. Euro einsparen.Damit wird das Ergebnis Jahr für Jahr entlastet. Der vielleicht wichtigsteSchritt 2002 war aber unsere Entscheidung, trotz heftigen Gegenwindesnach vorne zu gehen. Der erfolgreiche Start unserer neuen Zeitschriften inDeutschland, Frankreich und China wurde von Leserinnen und Lesernsowie unseren Anzeigenkunden sehr gut aufgenommen. Was wir unserenGeschäftspartnern empfehlen, leben wir: Antizyklisches Handeln zahlt sichaus. Wir haben gerade im vergangenen Jahr die Basis für Innovationenund Wachstum gelegt."Kritisch bewertet Kundrun die weitere Entwicklung des deutschen Werbemarktes:"Die ersten drei Monate des Jahres haben bei allen Verlagen nichtdie Erwartungen erfüllt. Dennoch hatten wir bisher den Eindruck, dass auchin Deutschland eine Verbesserung zum Ende des Jahres 2003 hin möglichwäre. Jetzt bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen sich aus dem Kriegim Irak ergeben."

Unternehmensbereich Zeitschriften Deutschland
Der Unternehmensbereich Zeitschriften Deutschland unter der Leitung vonRolf Wickmann trotzte erfolgreich der jetzt bereits ins dritte Jahr gehendenund sich aktuell verstärkenden Krise des deutschen Werbe- und Anzeigenmarktes.Das Vorjahresergebnis konnte trotz rückläufiger Anzeigenerlösegehalten werden, so dass die Mitarbeiter für das Jahr 2002 eine Gewinnbeteiligungerhalten werden. Mit der 14-täglichen FrauenzeitschriftWOMAN, die am 22. Oktober 2002 mit über 300.000 verkauften Exemplarenund 265 verkauften Anzeigenseiten in den ersten drei Monatenerfolgreich gestartet wurde, setzte der Unternehmensbereich ein Zeichengegen den Branchen-Trend.Das reichweitenstärkste aktuelle Wochenmagazin Deutschlands, derSTERN, baute mit STERN BIOGRAFIE und STERN CHRONIK seineMarkenfamilie weiter aus. Die verkaufte Auflage des STERN liegt aktuellsignifikant über Vorjahr. Die Internetsite STERN.DE überschritt mit über45 Mio. PageImpressions pro Monat deutlich das angestrebte Jahreszielund schob sich unter die Top Ten.

LIVING AT HOME schreibt bereits zwei Jahre nach der Einführungschwarze Zahlen und hat seinen Anzeigen-Bruttoumsatz gegenüberVorjahr um 19 Prozent gesteigert. Das People-Magazin GALA erzielte, wiebereits 2001, Zuwächse im Anzeigenmarkt. BRIGITTE WOMAN, die seit2001 vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Frauen über 40 aus derBRIGITTE-Familie, setzte ihre kontinuierliche Auflagensteigerung fort undüberschritt die 200.000-Marke.Nach dem großen Erfolg des ersten Sonderhefts "Das Alte Ägypten", dasNATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND im Oktober 2001 auf denMarkt brachte und das mit rund 120.000 verkauften Exemplaren dieErwartungen übertraf, wird der Verlag die Line Extensions von NATIONALGEOGRAPHIC DEUTSCHLAND verstärkt ausbauen.GEO setzt bei stabiler Auflage den Ausbau der Markenfamilie erfolgreichfort. So verkauft GEOLINO mittlerweile monatlich über 200.000 Exemplare.2002 blickte Deutschlands auflagenstärkste Wirtschaftszeitschrift CAPITALmit über 1.000 Gästen, darunter Bundeskanzler Gerhard Schröder, auf40 Jahre erfolgreichen Wirtschaftsjournalismus zurück. ESSEN ;TRINKEN erreichte mit der Jubiläums-Ausgabe im Oktober zum30-jährigen Geburtstag mit 286.000 Exemplaren und über 60 Anzeigenseitendie bestverkaufte Ausgabe seit Bestehen.

2003 sollen die G+J-Zeitschriftenmarken in Deutschland weiter entwickeltund die Marktführerschaft in Kernsegmenten ausgebaut und gestärktwerden. Dazu wird Gruner + Jahr weiterhin in die redaktionelle Qualität undin Marketing investieren. Die Kunden- und Verkaufsorientierung wird imAnzeigen- und Vertriebsbereich unter anderem durch Key-Account-Betreuung und Direktkundenmarketing weiter gestärkt.Unternehmensbereich Zeitschriften InternationalDer Unternehmensbereich Zeitschriften International unter der Führung vonAxel Ganz hat dank konsequenten Kostenmanagements Bereichsergebnisund Rentabilität deutlich gesteigert. Der Unternehmensbereich ist für eineneue Wachstumsphase gut aufgestellt.Prisma Presse in Frankreich konnte als zweitgrößter und ren