Pressemitteilung

Wahlempfehlung in der ‘Financial Times Deutschland’

Hamburg, 27. August 2002 –

In Großbritannien und den USA gehören endorsements, also Wahlempfehlungen, zur guten Wahlkampf-Tradition. In Deutschland halten sich die Medien in ihrer Bewertung und direkten Empfehlung einzelner Parteien bisher zurück; sie beschränken sich eher auf indirekt geäußerte Sympathien mit einzelnen Parteien und Konstellationen. Die 'Financial Times Deutschland' bricht bewusst mit diesem journalistischen Tabu. Sie steht damit zu ihrem redaktionellen Anspruch, den Lesern in den wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Fragen der Zeit eine klare Orientierung zu geben und Mut zur Meinung zu zeigen. Zugleich folgt die FTD damit in ihrem ersten Bundestagswahlkampf seit dem Start der Zeitung der angelsächsischen Tradition ihrer Schwesterzeitung Financial Times.

So startet die FTD heute mit einem Kommentar über die Arbeitsmarktreformen ein umfangreiches Analyse- und Kommentarpaket zur Wahl. In einer Kommentarserie, die ab diesem Mittwoch täglich erscheint, beleuchtet die FTD die wichtigsten politischen Debatten und bezieht Position, welche Parteiprogramme in den einzelnen Politikfeldern für Deutschland die geeignetsten sind. Die Serie zu den Sachthemen besteht aus insgesamt 13 Kommentaren, unter anderem zur Europapolitik, Steuerpolitik, Haushaltspolitik, Außen- und Sicherheitspolitik, Renten, Umweltpolitik, Gesundheit, Familie und Bildung. Am 16. September wird die 'Financial Times Deutschland' in der Tradition der großen internationalen Zeitungen eine auf den Erkenntnissen und Analysen der Serie basierende Wahlempfehlung veröffentlichen.

Unsere Wahlempfehlung soll nicht missverstanden werden als eine Empfehlung an die Leser, eine bestimmte Partei zu wählen. Wir wollen damit nach intensiver Diskussion und Analyse zum Ausdruck bringen, welche Partei und Spitzenkandidaten das aus unserer Sicht beste Programm für die nächsten vier Jahre hat, sagt Chefredakteur Wolfgang Münchau. Mit unserer Kommentarserie bieten wir unseren Lesern eine fundierte Analyse der Parteiprogramme, aus der jeder Einzelne Orientierung beziehen kann. Die Wahlempfehlung am 16. September ist unsere subjektive Meinung, und wir behalten uns vor, bei der nächsten Bundestagswahl eine andere Position zu vertreten. Uns geht es nicht um Parteien, sondern um das, was die strukturellen Probleme in Deutschland zu lösen verspricht, ergänzt Christoph Keese, Chefredakteur der FTD.

Für Rückfragen:

Susanne Jesche
Leiterin Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
'Financial Times Deutschland'
Telefon: +49-40-31990-603
Telefax: +49-40-31990-503
E-Mail: jesche.susanne@ftd.de