Pressemitteilung

GEO entwickelt mit Partnern neuen Studiengang: „Ökologische Waldbewirtschaftung“

Hamburg, den 19. Februar 2021 – GEO entwickelt gemeinsam mit Autor Peter Wohlleben und Pierre Ibisch, Professor für „Nature Conservation“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, einen neuen Studiengang: „Ökologische Waldbewirtschaftung“.

Der Standort für den Studiengang, der mit zwei bis drei Stiftungsprofessuren ausgestattet werden soll, ist noch offen. Jedes Jahr sollen rund 20 Absolvent*innen deutsche Forsthäuser beziehen, Stellen in der Forstverwaltung ausfüllen oder in anderen Funktionen Verantwortung übernehmen – und so den Blick auf den Wald und den Umgang mit ihm nach und nach mitprägen und verändern. Dazu ist GEO mit möglichen Förderern im Gespräch; mehrere große Stiftungen haben bereits ihr Interesse bekundet, das Projekt finanziell zu unterstützen und auch fachliche Kompetenz einzubringen. Ganz früh hat sich die Umweltstiftung Greenpeace bereit erklärt, sich für den Studiengang zu engagieren und bereits eine erste Stelle unter anderem für die Konzeption des neuen Curriculums ermöglicht.

GEO und seine Partner verstehen den Studiengang als konstruktive Alternative zu bisherigen Ausbildungsgängen in diesem Gebiet. Sie rufen ihn mit dem Ziel ins Leben, ein Umdenken in deutschen Forsten zu erreichen. Unsere Wälder sollen in lebenswerte Landschaft entwickelt werden. Sie haben es verdient, als komplexes Ökosystem erforscht und geschätzt zu werden, und nicht ausschließlich nach Maßgabe ihres Holzertrags.

GEO-Chefredakteur Jens Schröder: „Es ist gerade eine Woche her, dass wir uns dazu bekannt haben, von nun an nicht nur über Nachhaltigkeit zu schreiben, sondern auch zu handeln und konkrete Lösungen mitzugestalten. Dieses Versprechen lösen wir unter anderem mit diesem Studiengang-Projekt ein. Gemeinsam mit unseren starken Partnern beschreiten wir für uns alle neue Wege und gestalten die Zukunft aktiv mit. Wir halten das für eine moderne Definition dessen, was Medien zur Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen können. Den Fortschritt des Projekts, inklusive der sich bereits abzeichnenden, teils hitzigen, Debatten in der Branche, wird GEO journalistisch begleiten – als Initiator des Studiengangs ausnahmsweise nicht streng neutral, aber selbstverständlich: offen konstruktiv und engagiert.“

Peter Wohlleben: „Dem Wald geht es schlecht. Doch die Antwort vieler Förster*innen ist ein ‚Weiter so!‘ – kein Wunder, basiert doch die bisherige Ausbildung vor allem auf der klassischen Plantagenwirtschaft. Und so wechselt man höchstens die Baumarten, nicht aber das System. Echter Wald hat so kaum noch eine Chance. Ökologisch wirtschaftende Förster*innen sind allesamt Autodidakten, da es bisher keinen entsprechenden Studiengang gibt. Das macht es Waldbesitzenden schwer, entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte zu finden, bei stark wachsender Nachfrage.“

Professor Pierre Ibisch: „Vor dem Hintergrund des Klimawandels kommen schon sehr bald drängende Fragen auf uns zu, die bisher nicht ausreichend beantwortet werden können: etwa die nach der Kühlung der Landschaft oder der Stabilisierung des Landschaft-Wasser-Haushalts. Diese Ökosystemleistungen sind für uns Menschen wichtig, die Wälder spielen eine zentrale Rolle für unser Wohlergehen – und zwar nicht nur wegen der Holzproduktion. Unsere Zeit ist geprägt durch Unsicherheit. Das ist eine große Herausforderung für die Wissenschaft, für die Forschung und auch die Lehre. Grund genug, die Ausbildung im waldbezogenen Bereich vielfältiger zu machen und eine Richtung anzubieten, in der der Wald als ein ganzheitliches Ökosystem betrachtet und behandelt wird.“

Der Studiengang ist Teil einer Nachhaltigkeitsoffensive, die GEO Mitte Februar gestartet hat. Deutschlands größtes Wissensmagazin will auch das nachhaltigste werden und formuliert dazu ein umfassendes Versprechen, für dessen Einlösung es den Betrieb und die Arbeitsprozesse umstellt, Abläufe hinterfragt und sich ehrgeizige Ziele setzt, wie zum Beispiel, schon im Jahr 2022 klimaneutral zu sein. Den Prozess hin zur nachhaltigen Medienmarke macht GEO transparent und berichtet darüber in einem Blog (www.geo.de/unser-weg).

Pressekontakt

Sabine Grüngreiff
Gruner + Jahr GmbH
Leiterin Markenkommunikation
Telefon: 040 / 37 03 - 2468
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