Pressemitteilung

Gruner + Jahr setzt sich im Rahmen des Projektes "Lebendige Elbe" für eine erweiterte UNESCO- Nominierung für Hamburg ein

Hamburg, 05. Juni 2005 – Chilehaus mit Kontorhaus-Viertel und Speicherstadt sollen auf G+J-Initiative Weltkulturerbe werden

Auf einer Tagung im Gruner + Jahr Pressehausfiel heute der Startschuss für das Vorhaben "UNESCO Modernes Erbe Hamburg":die Welterbenominierung des Chilehauses wird konzeptionell auf dasKontorhaus-Viertel und die Speicherstadt erweitert. Vertreter derStadt Hamburg und die Eigentümer der bereits denkmalgeschützten Gebäudebeschlossen, die Nominierung der Speicherstadt und des Kontorhaus-Viertels(Chilehaus, Meßberghof, Sprinkenhof) als UNESCO-Weltkulturerbe zu betreiben.

UNESCO Welterbe Elbe - mit dieser Vision startete das von der DeutschenUmwelthilfe und Gruner + Jahr initiierte Projekt "Lebendige Elbe" bereits 1997.Inzwischen haben viele der herausragenden Kultur- und Naturstättenentlang der Elbe das UNESCO Prädikat erhalten. Im letzten Jahr wurdendie Dresdner Elbwiesen mit dem Label ausgezeichnet. In Hamburg stehtdas Chilehaus seit 1998 auf der Wartestandsliste der UNESCO."Wir hielten die Zeit für gekommen, diese alte Nominierung aus derVersenkung zu holen und hatten den Vorschlag gemacht, sie konzeptionellauf das Kontorhaus-Viertel und die Speicherstadt zu erweitern", soAngelika Jahr, Schirmherrin des Projektes "Lebendige Elbe". Hamburg,die größte Hafenstadt an der Elbe, birgt architektonisch einmaligeGebäude und Quartiere, die in der Kategorie Modernes Erbe bei derUNESCO nominiert werden sollen. Ausgehend von der Nominierung desChilehauses könnten auch das Kontorhaus-Viertel und die Speicherstadtdie Welterbe-Landschaft entlang der Elbe bereichern.

Hierfür unternahm Gruner + Jahr die Initiative. Das Verlagshaus stießfür ein solches UNESCO Modernes Erbe in Hamburg auf ein breitesunterstützendes Echo bei der Stadt Hamburg und den Eigentümern derGebäude. Als Verlag mit dem Standort Hamburg hatte Gruner + Jahr diekommunikative Vorbereitung der Idee übernommen und gab heute denabschließenden Anstoß für den Start dieses zukunftsweisenden Projektes.

Auf Einladung von G+J-Vorstandsmitglied Angelika Jahr versammelten sicham runden Tisch im Gruner + Jahr Pressehaus die künftigen Promotorendieses imageträchtigen Vorhabens für Hamburg. Der UNESCO-Berater desProjektes "Lebendige Elbe" und Gründer des Welterbezentrums in Paris,Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff erläuterte den Vertretern der StadtHamburg und den Eigentümern der bereits denkmalgeschützten Gebäude dieIdee der ausgeweiteten Nominierung für Hamburg im internationalenVergleich. "Es sollte versucht werden bis zum Jahr 2007 unterEinbeziehung aller "Stakeholders" die Nominierung des modernenarchitektonischen Erbes Hamburgs zur Erhaltung des Welterbeprädikatsvorzubereiten.", so der Vorschlag von Prof. von Droste. Er sieht guteChancen für eine solche substanziell erweiterte Hamburger Nominierung,da Hamburg als einziges Bundesland in Deutschland noch kein UNESCOWelterbe besitzt und sich in der relativ neuen Kategorie Modernes Erbeauch international gute Möglichkeiten ergeben.

Prof. Dr. Karin von Welck, Kultursenatorin der Stadt Hamburg unterstütztdie Idee: "Die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhaus-Viertel mitdem Chile-Haus gehören sicher zu den markantesten und eindruckvollstenGebieten Hamburgs. Hier manifestiert sich die traditionsreicheGeschichte unserer Handels- und Hafenstadt. Speicherstadt undKontorhaus-Viertel sind Weltkulturerbe und verdienen das UNESCO-Prädikat.Das gesamte Ensemble in die UNESCO-Welterbe-Liste aufzunehmen, wirddie Stadt Hamburg und insbesondere die Kulturbehörde nach Kräftenvorantreiben. Die Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste bedeutet eineerhebliche Wertsteigerung des gesamten Ensembles. Hamburg wird sicherdavon profitieren, denn ich erwarte mir davon eine noch breitereöffentliche Wahrnehmung mit dem Ziel, dieses Erbe nicht nur im Kern,sondern auch für die Zukunft lebendig zu halten. Wir dankenGruner + Jahr für das geleistete Engagement in dieser Initiative."

Ingo Hartlief¸ Vorstandsmitglied der DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG(Eigentümerin des Chilehauses), Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitgliedder Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (Eigentümerin Speicherstadt)sowie die Vertreter der DB Real Estate (Eigentümerin Meßberghof),der Allianz Immobiliengesellschaft (Eigentümerin Sprinkenhof) undAxel Friederici, Vorstandsvorsitzender der IG Kontorhausviertelzeigten sich begeistert von der G+J-Initiative. Gemeinsam mit derStadt Hamburg werden sie die Idee fortführen und den anstehendenUNESCO-Nominierungsprozess aktiv begleiten und unterstützen.

Als konkreten nächsten Schritt wird eine Arbeitsgruppe unter derFederführung von Kultursenatorin Prof.Dr. Karin von Welck inKooperation mit Ingo Hartlief (DIFA), Dr. Roland Lappin (HHLA) undAngelika Jahr (G+J) ein internationales UNESCO-Expertentreffen imOktober 2005 einberufen und damit das Vorhaben weiter voranbringen.

Angelika Jahr, Vorstandsmitglied von Gruner + Jahr und Schirmherrindes Projektes "Lebendige Elbe": "Wir sind stolz für Hamburg und unserQuartier am Baumwall, Idee und Anstoß für ein UNESCO Prädikat gegebenzu haben. Wir freuen uns, dass die Stadt Hamburg und die Eigentümerder architektonisch einmaligen Ensembles unsere Initiative nun aktivweiter fortführen werden. Gruner + Jahr wird zur Jahresmitte 40 Jahrealt und hatte seine ersten Büros auch im Chilehaus und Sprinkenhof.Unser heutiges G+J-Pressehaus am Baumwall versteht sich in seinerarchitektonischen Einmaligkeit als Bindeglied zwischen tradiertenstädtebaulichen Werten und der zukunftsorientierten Perspektiveam Rande der neuen Hafencity. Wir fühlen uns beiden verbunden."

Ingo Hartlief, Vorstandsmitglied der DIFA Deutsche ImmobilienFonds AG: "Als Eigentümerin des Chilehauses sehen wir in derInitiative von Gruner + Jahr eine gute Chance, die Hansestadtund ihr lebendiges Kulturerbe auf die internationale Agenda zusetzen. Der kulturhistorische Wert des Chilehauses und des gesamtenKontorhaus-Viertels ist unbestritten. Die UNESCO-Nominierung istein starkes gemeinsames Ziel, das wir im Rahmen unseresstädtebaulichen Engagements gern unterstützen."

Dr. Roland Lappin, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen- undLagerhaus-Aktiengesellschaft: "Die HHLA begrüßt als Eigentümerindes Kulturdenkmals Speicherstadt die Initiative von DeutscherUmwelthilfe und Gruner + Jahr, das Hamburger Ensemble von Chilehaus,Kontorhaus-Viertel und Speicherstadt in der Kategorie "Modernes Erbe"für die Liste der UNESCO zu nominieren. In diesem Sinne giltGruner + Jahr unsere Anerkennung für die vorgenommenenWeichenstellungen. Wir glauben, dass dieses bauhistorisch wiehafengeschichtlich einzigartige Quartier in ganz besonderer Weisedafür prädestiniert ist, Hamburgs Beitrag zum Weltkulturerbedarzustellen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnerndas Projekt "UNESCO Modernes Erbe Hamburg" zum Erfolg zu führen."

Die DB Real Estate (Deutsche Bank Group), die für einen offenenImmobilienfonds die Immobilie Meßberghof managt, sieht dieInitiative von Gruner + Jahr für eine erweiterte Hamburger UNESCONominierung sehr positiv. Neben dem Chilehaus und gegenüber derSpeicherstadt gelegen ist der Meßberghof ein weiteres Beispielfür die architektonisch-herausragende expressionistischeBacksteinkultur in Hamburg. Die DB Real Estate wird die weiterenVorbereitungen zur gemeinsamen UNESCO Nominierung begleiten.

Axel Friederici, Vorstandsvorsitzender IG Kontorhausviertel e.V.:"Wir bedanken uns sehr für das Engagement und den Arbeitseinsatzvon Gruner + Jahr und der Partnerschaft "Lebendige Elbe".Der Stellenwert des Kontorhausviertels und der Speicherstadtwird schon durch die Listung bei der UNESCO erhöht werden.Die IG Kontorhausviertel unterstützt die Initiative und hofftauf erfolgreiche Arbeit und gutes Gelingen."

Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff, Gründer desUNESCO-Welterbezentrums in Paris und Berater des Projektes"Lebendige Elbe": "Hamburg besinnt sich auf die universellenWerte seines modernen architektonischen Erbes: 1998 wurde aufAntrag der freien Hansestadt Hamburg das Chilehaus in die UNESCOWartestandsliste für das Welterbe eingeschlossen. Aus heutigerSicht sind noch andere Perlen des modernen Erbes der Hansestadthinzuzufügen, so zum Beispiel das Kontorhaus-Viertel und dieSpeicherstadt als geschlossene architektonische Ensembles.Neben dem Chilehaus, das als bedeutendste Schöpfung desKlinkerexpressionismus von Fritz Höger für den Kaufmann Slomanin den zwanziger Jahren gebaut wurde, stechen weitere Klinkerbautendes Kontorhaus-Viertels hervor, wie zum Beispiel der Sprinken-und Meßberghof.

Eine weitere Perle der Modernen Architektur ist die Speicherstadt,errichtet 1884-88 von dem Hamburger Bauingenieur Hans Meyer.Mit ihren 17 sieben- bis achtstöckigen Lagerhäusern stellt sieden größten originalen Lagerhauskomplex der Welt dar, einstädtebauliches Ensemble von außergewöhnlicherGeschlossenheit und Qualität.

Es bestehen gute Möglichkeiten bis zum Jahr 2007 mit Hilfe einerinterdisziplinären Arbeitsgruppe die Nominierung des modernenarchitektonischen Erbes Hamburgs zur Erhaltung desWelterbeprädikats vorzubereiten."

Prof. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der DeutschenUmwelthilfe e.V., Partner beim Projekt "Lebendige Elbe":"Ein UNESCO Modernes Erbe in Hamburg wird die Perlenkette vonNatur- und Kulturstätten an der Elbe - von der sächsisch-böhmischenSchweiz bis zum Wattenmeer, von Dresden bis Hamburgwunderbar ergänzen."

Das Projekt "Lebendige Elbe" wird seit 1997 in einer Partnerschaftzwischen der deutschen Umwelthilfe und Gruner + Jahr realisiert.Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Schutzkonzeptes fürdie Elbe von der Quelle bis zur Mündung. Als Verlag an der Elbefördert Gruner + Jahr die Kommunikation der über 400 Organisationenentlang des Flusses, unterstützt innovative Ideen und bringt nebender finanziellen Förderung sein Kommunikations- und Medien-Know-Howein. Ein wichtiger Schwerpunkt des Projektes "Lebendige Elbe" warund ist die Förderung von UNESCO Weltkulturlandschaften. Bereits1999 zeigten eine Wanderausstellung und ein Bildband die"Lebendige Elbe" mit ihren herausragenden Natur- und Kulturschätzen.Die Chancen für eine zukunftsorientierte ökonomische und ökologischeEntwicklung in einer UNESCO Weltkulturlandschaft Elbe präsentiertendie Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr auf einem zweitägigenSymposium im August 2003 im G+J Pressehaus.Das "Lebendige Elbe"-Welterbe-Engagement wird seit 2003 zusätzlichdurch einen Wirtschaftsrat unterstützt und von den UnternehmenUnilever, T-Mobil, Vattenfall und Garpa gefördert.

Die digitale Pressemappe steht zum Download bereit unter: <a" onfocus="this.blur()" href="http://www.guj.de/aktuell">www.guj.de/aktuell

Für Rückfragen:

Dr. Maria Hoffacker
Gruner + Jahr AG & Co KG
Öffentlichkeitsarbeit und
Unternehmenskontakte
Leiterin Umweltreferat
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Telefon: +49-40-3703-3878
Telefax: +49-40-3703-5688
E-Mail: hoffacker.mariaguj.de

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Start für ein UNESCO Modernes Erbe Hamburg

Von links nach rechts:

Angelika Jahr-Stilcken, Vorstandsmitglied Gruner + Jahr
Dr. Maria Hoffacker, Leiterin Umweltreferat Gruner + Jahr
Prof. Dr. Harald Kächele, Deusche Umwelthilfe e.V.
Prof. Dr. Karin von Welck, Hamburger Kultursenatorin

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