Pressemitteilung

„Mutti macht das schon“ war gestern – ELTERN-Aktion „Rolle rückwärts? Ohne uns!“ für mehr Familien-Gerechtigkeit

Hamburg, 09.09.2020 – Mit den neuen Ausgaben ELTERN und ELTERN FAMILY (Ausgaben 10/2020) macht sich die Marke ELTERN weiterhin für mehr Familien-Gerechtigkeit stark. Im Interview mit Patricia Cammarata, Diplom-Psychologin, bekannte Bloggerin und Projektmanagerin, sprach die Redaktion über den „Mental Load“ von Müttern, was Eltern gemeinsam dagegen tun können und wie real die „Rolle rückwärts“ in Familien ist.

„Den Reflex, unbezahlte Arbeit automatisch Frauen zuzuschieben, nach dem Motto ‚Mutti macht das schon‘, gab es auf jeden Fall“, so Cammarata mit Blick auf die Corona-Zeit gegenüber ELTERN. „Diese Selbstverständlichkeit, mit der das noch nicht mal diskutiert wurde, hat mich schockiert. Noch ein Grund mehr, Mental Load endlich gerecht zu verteilen.“  Letzteres beschreibt die dreifache Mama und Berlinerin als pausenloses Rattern gerade im Kopf von Müttern angesichts endloser To-Do-Listen.

Bei ihr selbst sei das mit großer und ständiger Erschöpfung einhergegangen. „Viele Paare teilen sich die Aufgaben heute sicher auch schon ganz gut auf. Aber am lautesten rattert es leider immer noch in Frauenköpfen, weil es traditionell Frauen sind, die all diese Prozesse im Familienalltag anstoßen, planen und im Auge behalten. Das füllt ihren Arbeitsspeicher enorm“, so Patricia Cammarata. Ihr Tipp gegen diesen Zustand und für mehr Gerechtigkeit in der Familie: Eine Tabelle anlegen. „Um eine detaillierte Bestandsaufnahme kommt man nicht herum, wenn man etwas ändern will.“ Aufgenommen werden sollen alle Aufgaben – vom Arztbesuch bis zur Hausarbeit. „Im nächsten Schritt ordnet man dann zu: Wer denkt immer daran? Wer setzt es um? Wie oft? Wie lange dauert’s? Die erste Frage ist die wichtigste, denn wer initiiert, übernimmt die volle Verantwortung. All diese vielen oft unsichtbaren Aufgaben mal dokumentiert zu sehen – das kann für Paare augenöffnend sein.“ Gerecht hieße dabei nicht unbedingt eine 50:50-Aufteilung. Die faire Verteilung sei individuell und könne ganz unterschiedlich aussehen, so die Diplom-Psychologin.    

Das vollständige Interview gibt es in den aktuellen Ausgaben von ELTERN und ELTERN FAMILY (10/2020). Den Magazinen liegt auch eine Überraschung bei:    

„Weil wie in jeder Krise eine Portion Humor hilft, klebt in allen Heften von ELTERN und ELTERN FAMILY eine Postkarte auf dem Editorial. Mit einer witzigen Botschaft. Feuer für den Krisenherd! Wir freuen uns, wenn viele Karten verschickt oder verteilt werden. Je größer die Aufmerksamkeit für die Notwendigkeit zu handeln, desto besser“, Rosa Wetscher, Leiterin der G+J Familienredaktion.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten wird es bei ELTERN um Familien-Gerechtigkeit gehen und die Förderung einer Rolle vorwärts. Es folgen Interviews und Erfahrungsberichte in den Magazinen sowie auf eltern.de und den Social-Media-Kanälen von ELTERN (Facebook: @eltern.de I Instagram: @elternmagazin). Gesammelt werden die Beiträge zur Aktion „Rolle rückwärts? Ohne uns!“ unter www.eltern.de/rolle-rueckwaerts

Über die ELTERN Aktion „Rolle rückwärts? Ohne uns!“:  
Die Corona-Pandemie hat das Leben gehörig aus dem Takt gebracht. Angesichts neuer Mehrfachbelastungen auch für Familien stößt man immer wieder auf die Frage von Müttern und Vätern: Läuft das gerade gerecht ab? Die außerordentlichen Umstände zeigen, dass wir in Deutschland noch nicht angekommen sind bei einer gerechten Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit. Die Marke ELTERN erklärt diese Problematik mit der Aktion „Rolle rückwärts? Ohne uns!“ zum Thema. Sie setzt sich für Familien ein und macht sich stark für die Durchsetzung von Maßnahmen für mehr Familien-Gerechtigkeit. Mit Lösungsansätzen für eine Rolle vorwärts appelliert ELTERN an die Familienministerin, an Vorgesetzte, an Steuerklassen-Pragmatiker und Eltern selbst sowie einige mehr. Das Fazit der Redaktion und damit Ausgangspunkt der Aktion: Es ist Zeit zu handeln.

Pressekontakt

Tamara Klaproth  
Kommunikation ELTERN  
Gruner + Jahr GmbH  
Tel.: +49 (0) 40/ 3703 - 5550  
E-Mail: klaproth.tamaraguj.de  
www.eltern.de