Pressemitteilung

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND und Bayer legen Forschungsfonds auf: Innovative Ideen zum Schutz des Trinkwassers

Hamburg, 12. Juni 2005 – Fördergelder in Höhe von 250.000 Euro / Einzigartige Gründungsidee der NATIONAL GEOGRAPHIC Society kommt nach Deutschland / Bundesministerium für Bildung und Forschung begrüßt die Initiative

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND und die BayerAG wollen gemeinsam neue Forschungen zum Schutz des Trinkwassers vorantreiben undstellen dafür insgesamt 250.000 Euro in einem Förderprogramm zur Verfügung. Die beidenUnternehmen unterstützen im Rahmen des "NATIONAL GEOGRAPHIC Global Exploration Fund"wissenschaftliche Arbeiten, die die weltweite Erschließung, Verteilung und den schonendenUmgang mit Wasser erforschen. Der Mangel an Süßwasser gilt heute als das größte globaleProblem der Menschheit. Derzeit leben bereits mehr als eine Milliarde Menschen ohnesauberes Trinkwasser – Tendenz: steigend. Der jetzt aufgelegte Förderungsfonds richtetsich speziell an Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Eine hochrangig besetzteinternationale Wissenschafts-Kommission wird die Förderprojekte auswählen."Mit dem Global Exploration Fund holen wir die Idee der NATIONAL GEOGRAPHIC Society nachDeutschland", sagt Klaus Liedtke, Chefredakteur von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND.Denn NATIONAL GEOGRAPHIC geht mit diesem Projekt erstmals eine themenbezogeneForschungskooperation mit einem anderen Unternehmen außerhalb der USA ein. Dieamerikanische Muttergesellschaft ist die größte gemeinnützige Wissenschaftsorganisationder Welt. Seit ihrer Gründung 1888 hat sie weltweit knapp 8.000 Projekte zur Erforschungund zum Schutz des Lebensraums auf der Erde gefördert. Darunter die Arbeiten von JaneGoodall und Dian Fossey zum Schutz der Schimpansen und Gorillas in Afrika, dieUnterwasserforschungen von Jacques-Yves Cousteau und die Bemühungen Michael Fays,große Teile Gabuns zum Naturschutzgebiet zu erklären. "Gemeinsam mit unserem PartnerBayer möchten wir jetzt gezielt deutschen Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, imNamen von NATIONAL GEOGRAPHIC zu forschen und sich in das Who-is-Who derinternationalen Forschung einzureihen", so Liedtke weiter.

Die Bayer AG engagiert sich seit vielen Jahren für den schonenden Umgang mit Wasser."Nachhaltiges Wirtschaften gehört zu den integralen Bestandteilen unsererUnternehmenspolitik", sagt Dr. Udo Oels, Vorstandsmitglied der Bayer AG undverantwortlich für die Bereiche Innovation, Technologie und Umweltschutz. So habe Bayer u.a. durch moderne Produktionsverfahren den Wasserverbrauch in seinen Werken weltweitdrastisch reduziert, zahlreiche Produkte zur Wasseraufbereitung entwickelt und mit Hilfe derBiotechnologie Nutzpflanzen kreiert, die auch in Gebieten extremer Dürre ohne großenWasserbedarf gedeihen. "Die Kooperation mit NATIONAL GEOGRAPHIC ist eine Synthesezwischen Innovation und gesellschaftlichem Engagement", erklärt Oels. "Denn alstraditionsreiches Forschungsunternehmen investieren wir nicht nur in die eigene Forschung,sondern fördern auch seit vielen Jahren innovative Projekte in weiten Teilen der Welt.Wasser ist die kostbarste Ressource der Menschheit – entsprechendverantwortungsbewusst gehen wir in unserer Produktion damit um und möchten nun zudemForschungsaktivitäten anregen, die sich mit der Sicherung bzw. Aufbereitung derWasserreserven beschäftigen. Das ist ein wichtiger Beitrag der Forschung für die Zukunftder Menschheit."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) begrüßt das Engagement vonNATIONAL GEOGRAPHIC und Bayer: "Das BMBF fördert mit der deutschen Wirtschaft zahlreicheProjekte auf dem Gebiet der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen", sagtWolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär für Bildung und Forschung. "Es freut uns sehr,dass NATIONAL GEOGRAPHIC und Bayer mit dem neuen Förderprogramm für die RessourceSüßwasser aktiv werden und vor allem deutsche Wissenschafter anregen möchten,innovative Ideen für sauberes Trinkwasser zu entwickeln."Die Deckung des ständig steigenden Wasserbedarfs weltweit gehört zu den großenHerausforderungen der Zukunft. Fast 97 Prozent des Wassers befinden sich in den Meeren,zwei Prozent sind zu Eis gefroren. Nur knapp ein Prozent steht den Menschen zum Trinken,Bewässern und für die Industrie zur Verfügung. Wenn die Weltbevölkerung weiterhin soschnell wächst, kann der Bedarf an sauberem Wasser immer weniger gedeckt werden. DieVereinten Nationen prognostizieren, dass in 20 Jahren bis zu 3,4 Milliarden Menschen inLändern leben werden, in denen Wasserknappheit herrscht. Dem will die Weltorganisationentgegen wirken. Daher haben die Vereinten Nationen die weltweite Versorgung derMenschen mit Trinkwasser zu einem der wichtigsten globalen Entwicklungsziele erklärt undzu Beginn dieses Jahres eine "Wasserdekade" ausgerufen: Bis 2015 soll die Zahl jenerMenschen halbiert werden, die noch ohne Versorgung mit sauberem Trinkwasser sind –derzeit 1,3 Milliarden.

Deshalb ist Forschung auf diesem Gebiet notwendiger denn je. NATIONAL GEOGRAPHIC undBayer stellen eine Viertelmillion Euro für die Forscher bereit, die Lösungsansätze in Angriffnehmen wollen. Forschungsthemen können sein, neue Süßwasservorkommen zu finden undzu erschließen, das Wasser aufzubereiten, seine Qualität zu überwachen und effizient zuverteilen, aber auch den Wandel der globalen Süßwasserkreisläufe und ihre Folgen für dieVegetationszonen zu analysieren. Angesprochen sind neben Naturwissenschaftlern auchGeisteswissenschafter und Ingenieure aus dem deutschsprachigen Raum sowieinternationale Wissenschaftler mit Projekten im deutschen Sprachraum.Der weltweit renommierte Bremer Geowissenschaftler und Meeresgeologe Professor GeroldWefer nimmt die Bewerbungen bis zum 15. September entgegen und trifft gemeinsam mitden beiden Fonds-Initiatoren eine Vorauswahl der zu unterstützenden Projekte.Anschließend wird eine aus namhaften Wissenschaftlern in den USA zusammengesetzteKommission zusammen mit Professor Wefer über die endgültige Vergabe der Fördergelderentscheiden. Informationen zur Bewerbung und Anträge für die Forschungsgelder gibt´s imInternet unter www.nationalgeographic.de/gef.

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E-Mail: Pickert.Sandranationalgeographic.de
BAYER AG
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