Pressemitteilung

Studie zu Deutschlands nächster Unternehmer-Generation:Engagiert, ehrgeizig, bodenständig: "Diese Generation ist eine Leistungs-Elite"

Hamburg, 24. August 2010 –

ternehmerkinder ist es, selbstständig und eigenverantwortlich zu leben / 55 Prozent wollen die elterliche Firma übernehmen / Klarer Fokus auf Wachstum und Inno;shy;vation / Für 97 Prozent kommt ein Verkauf der Firma nicht infrage / 45 Prozent spenden oder engagieren sich für soziale Zwecke

Hamburg, 25. August 2010
Deutschlands Unternehmerkinder suchen mehrheitlich die unternehmerische Verantwortung und wollen den elterlichen Betrieb übernehmen. Diese Zukunftspläne äußerten 55 Prozent der über 200 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 35 Jahren, die sich an der Studie zu Deutsch;shy;lands nächster Unternehmer-Generation beteiligten. Es ist die größte Studie, die in Deutschland bislang zu diesem Thema gemacht wurde. Das Wirtschaftsmagazin ;lsquo;impulse;lsquo; (Ausgabe 9/2010, EVT 26. August) initiierte sie anlässlich seines 30-jährigen Bestehens gemeinsam mit der Zeppelin Universität (Lehrstuhl für Innovation, Technologie und Entrepreneurship am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen) und der Stiftung Familienunternehmen. Die Studie wird unterstützt von Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA. "Diese Generation ist eine Leistungs-Elite. Sie sehen sich schon früh in der Verantwortung für das Familienunternehmen – und für die Gesellschaft", erklärt der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Reinhard Prügl von der Zeppelin Universität.

Der Untersuchung zufolge planen lediglich 14 Prozent der Unternehmerkinder, nicht im Familienunternehmen operativ tätig zu sein. Gut ein Viertel (27 Prozent) war noch unschlüssig, für vier Prozent gehört diese Frage nicht zu ihrer Entscheidungskompetenz. Bei der Nachfolgefrage verspürten nur 27 Prozent Druck von Seiten ihrer Eltern. Viele Unternehmerkinder wissen aufgrund ihrer Erfahrungen in der Familie schon sehr genau, was sie erwartet und was von ihnen erwartet wird. So schätzen gut zwei Drittel (68 Prozent) von ihnen das Unternehmen als stärker ein, wenn die Familienmitglieder aktiv involviert sind, und 61 Prozent sind der Meinung, dass Kinder aus Unternehmerfamilien Verantwortung für die Firma haben. Dass das Unternehmen in den Händen der Familie bleibt, ist nahezu allen das wichtigste Ziel bei der Nachfolgeregelung: Nur für knapp drei Prozent kommt deshalb ein Verkauf überhaupt infrage. Sie wissen aber auch um die Gefahren möglicher Konkurrenz unter Geschwistern: Für 97 Prozent schade Rivalität unter den Kindern einer Unternehmerfamilie der Firma.

Der Großteil der Unternehmerkinder hat klare Vorstellungen davon, wie sie das Unternehmen führen wollen. Die Prioritäten liegen dabei auf der progressiven Weiterentwicklung des Unter;shy;nehmens: Expansion und Wachstum (66 Prozent) sowie Investitionen in Innovation (61 Pro;shy;zent) sind für sie vorrangig. Nur ein knappes Drittel (32 Prozent) denkt in erster Linie an Kostensenkung. Schnellen Erfolg zu haben, ist nur einer Minderheit wichtig. Sie setzen statt;shy;dessen stärker auf Nachhaltigkeit.

Selbstbestimmtheit wichtigster Wert für Unternehmerkinder
Der Wunsch nach Freiheit und Selbstständigkeit ist bei Unternehmerkindern stark ausgeprägt. Fast alle Befragten (96 Prozent) sagen, der wichtigste Wert sei, eigenverantwortlich zu leben und zu arbeiten. Aus diesem Grund sehen die meisten (53 Prozent) ihre berufliche Perspektive in der Selbstständigkeit. Angestellt zu sein im öffentlichen Dienst können sich dagegen nur sechs Prozent vorstellen. "Bei allem Drang nach Selbstbestimmtheit sind für Unternehmer;shy;kinder die Werte und die gelebte Unternehmenskultur ihrer Eltern wichtig. Für sie ist Tradition und Wandel kein Widerspruch. Vielleicht ist es die Kombination aus vermeintlich traditionellen Werten wie Bescheidenheit und einer stetigen Veränderungsbereitschaft, auf die die nächste Unternehmer-Generation und unser ganzes Land aufbauen kann", sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen.

Pflichtgefühl für das Familienunternehmen und die Gesellschaft
Wie die Studie weiter zeigt, ist sich eine klare Mehrheit der eigenen Verantwortung bewusst, die auch über das Familienunternehmen hinausgeht. Für 86 Prozent steht fest, dass man als Unternehmer aktiv Verantwortung dafür trägt, eine Gesellschaft positiv zu gestalten. Ent;shy;sprechend viele Studienteilnehmer engagieren sich deshalb auf unterschiedlichsten Gebieten. So setzen sich knapp 45 Prozent der Unternehmerkinder persönlich oder mit Sachleistungen für soziale Projekte ein, 28 Prozent engagieren sich im Sport, 24 Prozent in der Kultur, fast 20 Prozent für die Umwelt und 14 Prozent für Menschenrechte. "Deutschlands nächste Unter;shy;nehmergeneration will nicht nur das Erbe ihrer Eltern bewahren, sie wollen etwas Eigenes auf;shy;bauen und das gesellschaftliche Klima mitprägen", beschreibt ;lsquo;impulse'-Chefredakteur Dr. Nikolaus Förster die Ergebnisse.

Die Studie "Deutschlands nächste Unternehmer-Generation"
Die über 200 Unternehmerkinder im Alter zwischen 16 und 35 Jahren wurden zu 130 Punk;shy;ten befragt. 42 Prozent der Befragten vertreten Unternehmen, die seit drei oder mehr Genera;shy;tionen in Familienhand sind. Ein Fünftel der Firmen setzt mehr als 100 Millionen um. 53 Pro;shy;zent beschäftigen mindestens 250 Mitarbeiter, 19 Prozent mehr als 1.000 Mitarbeiter. Das Wirtschaftsmagazin ;lsquo;impulse;lsquo; wird zusammen mit der Stiftung Familienunternehmen und der Zeppelin Universität die kompletten Ergebnisse Ende Oktober 2010 als wissenschaftliche Studie veröffentlichen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung – ergänzt um Dutzende Interviews – bilden den Kern der Titelgeschichte der impulse-September-Ausgabe, die am 26. August erscheint. In einer dreiteiligen Serie werden bis zum Jahresende weitere Aspekte des Themas wie die Aus;shy;bildung und die Netzwerke der Unternehmerkinder sowie ihr Umgang mit Geld weiter vertieft.

Für Rückfragen:
Joachim Haack
Sprecher G+J Wirtschaftsmedien
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E-Mail: jhaackpublikom.com
Stiftung Familienunternehmen: Die gemeinnützige Stiftung Familienunternehmen verfolgt satzungsgemäß drei wesentliche Ziele: Die Förderung des Austausches von Familienunternehmern, die Unterstützung von Forschungs;shy;aktivitäten und Institutionen, die sich mit diesem besonderen Unternehmenstypus befassen, und die Verbesserungder Wahrnehmung und Akzeptanz der Familienunternehmen in der Politik und der breiten Öffentlichkeit. Hierzu werden regelmäßig Studien im Kontext der Familienunternehmen erstellt und der Aufbau entsprechender Lehr-und Forschungseinrichtungen unterstützt. Zudem ist die Stiftung Ansprechpartner für Journalisten wie auch für politi;shy;sche Entscheidungsträger zur Berücksichtigung der besonderen Belange dieses Unternehmenstyps in rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftspolitischen Fragestellungen.
Zeppelin University: Die Zeppelin Universität versteht sich selbst als eine unternehmerische Universität, als eine er;shy;möglichende Universität. Im Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften bedeutet dies konkret die Ermöglichung der Qualifikation für Unternehmerinnen, Unternehmer, Nachfolger und Nachfolgerinnen. Das Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) legt Wert auf Theoriearbeit wie auch empirische Analysen mit differenzierten Analy;shy;sen für Branchen, Familienunternehmen, Familien und ihre Entscheider und die Medialisierung wie Politisierung der Forschung mit Blick auf die gesellschaftliche, regulatorische und unternehmerische Entwicklung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in den Bereichen Innovation, Technologie und Entrepreneurship.
Wirtschaftsmagazin ;lsquo;impulse;lsquo;: ;lsquo;impulse;lsquo; ist das führende Unternehmermagazin in Deutschland. Für Entscheider ist die Zeitschrift jeden Monat unverzichtbarer Begleiter als Ideengeber bei Strategie und Management, als Ratgeber im betrieblichen Alltag und als Problemlöser bei steuerlichen und rechtlichen Fragen. ;lsquo;impulse;lsquo; versteht sich als unab;shy;hängiges Magazin, das die Realität und die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Öffent;shy;lichkeit widerspiegelt. Mit den Ressorts Unternehmen, Management, Recht & Steuern, Finanzen und Gesellschaft sowie einem Nachrichtenüberblick zum Hefteinstieg komprimiert ;lsquo;impulse;lsquo; alle relevanten Informationen zur erfolg;shy;reichen Führung eines Unternehmens. Für künftige Unternehmer gibt die Redaktion das halbjährliche Magazin IMPULSE GRÜNDERZEIT heraus, das alle Fragen rund um die Existenzgründung beantwortet.