Pressemitteilung

Trauer um Michael Jürgs

Hamburg, 5. Juli 2019 Gruner + Jahr trauert um Michael Jürgs. Der ehemalige Chefredakteur des STERN starb in der Nacht zu Freitag im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Der Journalist, Moderator und Autor arbeitete von 1976 bis 1990 bei G+J.

Michael Jürgs startete seine journalistische Laufbahn bei der „Abendzeitung“ in München, bei der er 1965 volontierte und später zum Feuilletonchef aufstieg. 1976 wurde er Ressortleiter Unterhaltung beim STERN, 1986 bis 1990 dessen Chefredakteur (zunächst gemeinsam mit Heiner Bremer und Klaus Liedtke; danach mit Rolf Schmidt-Holz sowie Herbert Riehl-Heyse). Anschließend arbeitete Michael Jürgs als Chefredakteur bei „Tempo“, moderierte die NDR Talk Show und schrieb für zahlreiche Medien. Zudem machte er sich einen Namen als Autor erfolgreicher Sachbücher und Biografien - unter anderem über Romy Schneider, Axel Springer und Günther Grass. Jürgs war zugleich Co-Autor vieler Fernsehdokumentationen, die nach seinen Büchern gedreht wurden. Zudem kam im Frühjahr 2018 ein Spielfilm über sein legendäres STERN-Interview mit Romy Schneider aus dem Jahr 1981 unter dem Titel „Drei Tage in Quiberon“ in die Kinos.

Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless, STERN-Chefredakteure: „Als wir im Januar als Chefredakteure des STERN angefangen haben, war Michael Jürgs bereits sehr krank. Wir haben uns immer wieder per E-Mail ausgetauscht. Sein Engagement für den STERN war bis zuletzt kollegial und leidenschaftlich. Wir werden ihn als aufmerksamen Beobachter vermissen – ein journalistisches Vorbild wird er bleiben.“

Julia Jäkel, CEO Gruner + Jahr: „Mit Michael Jürgs verlieren wir – und mit ‚wir‘ meine ich den Verlag Gruner + Jahr, den deutschsprachigen Journalismus und auch unser Land – einen der großen, aufrechten Journalisten. Einer, der leidenschaftlich und unbeirrbar die Wahrheit und die gute Geschichte suchte und beides immer wieder fand: in den politischen Verhältnissen wie auch in den Biografien außergewöhnlicher Menschen. Seine inhaltliche Bandbreite war vorbildlich, seine Neugier enorm, und nicht nur seine Texte über Axel Springer oder Romy Schneider werden bleiben – auch die Erinnerung an einen Kollegen, der Gruner + Jahr und dem STERN immer eng verbunden blieb. Ich persönlich werde seine Anfeuerungen vermissen, sein Anteilnehmen am heutigen Blattmachen, seine Anrufe und Kurznachrichten, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Wir werden ihn nicht vergessen."