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Wie gelingt der Neustart von kulinarischen Stadtführungen nach dem Lockdown?

Hamburg, 7. Juli 2020 - EAT THE WORLD hat turbulente Zeiten hinter sich: Wochenlang waren Restaurants und Cafés geschlossen und Stadtführungen verboten. Seit kurzem dürfen kulinarische Touren wieder angeboten werden. Da nun bundesweit verschiedene Regeln gelten, muss das EAT THE WORLD-Team um Geschäftsführerin Astrid Hamer sehr flexibel arbeiten - wie sich EAT THE WORLD diesen Herausforderungen stellt, erzählt Astrid im Interview.

Astrid, wie fühlt es sich an, nach dem Lockdown wieder mit EAT THE WORLD-Touren starten zu dürfen?

Bei uns herrscht gerade eine Art Aufbruchstimmung. Endlich dürfen wir wieder unsere Produkte anbieten und unseren Kund*innen schöne Zeiten bescheren. Das gibt Energie. Tolle Kund*innen-Feedbacks beflügeln uns dabei. Auf der anderen Seite beschäftigt uns, dass es „kein Standard“ mehr gibt. Wir müssen jeden Tag sehr flexibel und mutig sein und schnelle Entscheidungen treffen.

Was meinst du mit "kein Standard"? Mit welchen Herausforderungen sehen sich die Kolleg*innen aktuell konfrontiert?

Mit der Organisation der Touren, der Abstandsregeln und der Hygienekonzepte: Kulinarische Partner*innen ändern gerade bundesweit sehr spontan ihre Öffnungszeiten, die Länder und auch teilweise die Städte lockern oder verschärfen die Einschränkungen was Gruppengrößen, Maskenpflicht usw. angeht. All das fordert uns täglich und fühlt sich auch mal anstrengend an.

Wie laufen die Buchungen an?

Die Buchungen laufen zwar an, aber es ist noch Luft nach oben. Das ist also genau die Frage, die uns gerade beschäftigt: Wie schaffen wir es, die Kund*innen wieder zum Buchen zu bewegen? Das Gute ist, dass wir jetzt das ideale Erlebnis für die vielen Menschen sind, die in diesem Jahr Urlaub zuhause in Deutschland machen. Uns fehlen für den Sommer aber einfach noch die Vorausbucher*innen aus den letzten drei Monaten, denn in der Corona-Hochphase hat natürlich niemand eine Tour für den Sommer gebucht. Dem Marketing kommt in dieser schwierigen Zeit eine besondere Bedeutung zu. Wir merken, dass wir bis zur Buchung mehr Kontakte zur Marke brauchen als normal. Um uns in Erinnerung zu bringen, nutzen wir intensiv Kanäle wie Print, Search, Social, PR oder auch unseren Newsletter.

Wie haben sich die Touren durch die Corona-Auflagen verändert?

Wir sind mit kleineren Gruppen unterwegs. Da wo es geht, genießen wir die Kostproben im Freien und diese werden natürlich so gereicht, dass man sie einzeln verzehren kann. Glücklicherweise sind wir ja bei unseren Stadttouren viel draußen unterwegs, an engen Stellen oder in geschlossenen Räumen sind wir nur kurz und dann tragen alle Teilnehmer*innen einen Mund-Nasen-Schutz. Die Gesundheit steht natürlich über allem, aber gleichzeitig ist es weiterhin unser Ziel, ein unvergessliches Erlebnis anzubieten.

Was hat genervt, was fehlt?

Das „Social Distancing“ nervt. Und bis Ende Mai auch die Perspektivlosigkeit. Was fehlt? Sich endlich wieder beim Espresso in der Küche treffen zu können oder unser monatlicher gemeinsamer Team-Lunch.

Welche Learnings oder auch Chancen haben sich durch Corona ergeben?

Ein „so war es aber immer“ gibt es jetzt nicht mehr. Es ist jetzt viel leichter Wege und Prozesse zu überdenken. Außerdem sind wir als Team trotz der Distanz auch „enger zusammen“ gerückt. Es ist ein „Wir schaffen das gemeinsam“-Spirit entstanden. Wie schnell wir mit allem waren. Jeder hat sofort angepackt beim Schließen und Absagen aller Termine. Und Ende Mai dann auch wieder beim „Hochfahren“ vom Geschäft. Das ist toll und eine Teamleistung! Dafür kann ich persönlich nur Danke sagen.