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„Wir wollten den Nannen Preis stärker in die Gesellschaft führen“

Beim Nannen Preis wurde in diesem Jahr vieles verändert. Erstmals öffnete sich der Wettbewerb für alle Mediengattungen und journalistischen Formate, neue Kategorien wurden eingeführt. Die Einreichungsphase endete am 28. Februar, jetzt sichten die Jurys die Beiträge, bevor Mitte April die ersten Jurysitzungen stattfinden. Zeit, um bei den Organisator:innen nachzufragen, wie die Neuerungen angekommen sind. Der Greenport sprach dazu mit Nicole Mattern, Leiterin des Wettbewerbs, und Christoph Kucklick, Leiter der Henri-Nannen-Schule und Nannen Preis-Sprecher.

 

Wie ist das Feedback auf den Nannen Preis in diesem Jahr?

Nicole: „Hervorragend. Wir haben pro Kategorie deutlich mehr Einreichungen als im Vorjahr. Aber vor allem hat uns der Zuspruch aus der Branche beglückt: Eigentlich alle Kolleg:innen haben auf Anhieb verstanden, warum wir den Preis auf alle Mediengattungen ausweiten und eine Auszeichnung für den gesamten Journalismus schaffen – das hat uns sehr gefreut.“

Inwiefern spiegeln sich die Neuerungen in den eingereichten Beiträgen wider?
 
Christoph: „Wir haben Einreichungen aus allen Mediengattungen erhalten, fast alle Kategorien sind gut crossmedial durchmischt. Durch die neuen Mediengattungen ist zudem die Palette der Medien, die nun beim Nannen Preis dabei sind, viel größer und bunter. Wir spüren das auch in den Jurys: Dort herrschen Aufbruchstimmung sowie große Vorfreude auf die Diskussionen darüber, wie die unterschiedlichen Formate miteinander zu vergleichen sind.“
 
Was ist euch noch aufgefallen?
 
Nicole: „Wie viele Kolleg:innen in den neuen Kategorien ‚Republik‘ und ‚Geschichte des Jahres‘ Stücke von anderen Medien vorgeschlagen haben! Noch überraschter sind wir, wie viele Nicht-Journalist:innen Arbeiten aus verschiedenen Medien vorgeschlagen haben, etwa Bundestagsabgeordnete, Universitäten und Institute, eine Jüdische Gemeinde, Anwält:innen, Privatpersonen. Wir wollten den Nannen Preis stärker in die Gesellschaft führen, das ist beim ersten Mal schon sehr gut gelungen.“